Sep 2017 21

Habenhauser Handballerinnen kassieren erste Niederlage – 24:28

Es war nicht der Tag der Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen. Erstmals in dieser Saison ging die Mannschaft von ATSV-Trainer Marcel Klische nach dem 24:28 (12:13) gegen die HSG Wilhelmshaven als Verlierer vom Feld. Ausgerechnet auch noch in eigener Halle. Im Gegensatz zu den beiden Auftaktpartien fanden die Gastgeberinnen nur schwer ins Spiel. Während die Klische-Frauen im Angriff insgesamt zu ideenlos agierten, konnte die Blauen auch in ihrer sonst immer erfolgreichen 3:2:1-Deckung an diesem Tag nicht überzeugen.

Schnell lagen die Gastgeberinnen mit 1:5 (9.) im Hintertreffen. Danach nahm Klische eine Auszeit, um zu korrigieren. Zumindest verhallten seine Worte nicht ungehört. Seine Mannschaft versuchte nun, über Kampf ins Spiel zu finden. Aber zunächst ohne Fortune. Erst mit zunehmender Spielzeit in der ersten Halbzeit kämpften sich die Südbremerinnen langsam an den Gast heran. Nach einem erfolgreichen Siebenmeter von Insa Klün zum 11:12 (29.) waren die Habenhauserrinnen  wieder auf Schlagdistanz am Gegner dran, der zwischenzeitlich schon mit fünf Toren Unterschied geführt hatte. Aber eine Wende gelang der vor der Pause nicht mehr. Die Jadestädterinnen konnten mit einer knappen 13:12-Führung in die Halbzeit gehen.

Die Halbzeitpause war Gift für die Bremerinnen. Nach dem Wiederanpfiff brauchte die Klische-Sieben erneut fast sechs Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Zu diesem Zeitpunkt führte die HSG schon mit 17:12. Aber zumindest kämpferisch konnte Klische seinem Team an diesem Nachmittag keinen Vorwurf machen. Der ATSV steckte trotz des erneuten deutlichen Rückstand nicht auf und kam vor der Schlussphase wieder auf 20:23 (51.) durch Christin Lange wieder heran. Auch, weil Julia Bohlen mit einigen Paraden ihre Farben im Spiel hielt. Aber Habenhausen agierte an diesem Nachmittag im Angriff einfach zu einfallslos, sodass keine Wende gelang.

Wilhelmshaven hatte seine Hausaufgaben gemacht und war taktisch gut auf den Gegner eingestellt. Dadurch fand der ATSV zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel. Zudem waren auch in der Defensive trotz der guten Leistung von Bohlen, die Beine zu schwer. Dadurch fand der Gast immer wieder Lücken in der Habenhauser Abwehr. „Es war einfach nicht unser Tag. Wilhelmshaven war uns in allen Bereichen überlegen und hat zurecht gewonnen“, erklärte Klische. In der nächsten Woche, wenn die Habenhauserinnen mit einem kleinen Kader beim Ligafavoriten BV Garrel ran müssen (Sonnabend, 12.30 Uhr, SZ Garrel), ist der aktuelle Tabellenzweite klarer Außenseiter. Alles andere als eine weitere Niederlage, wäre eine faustdicke Überraschung.

ATSV: Bohlen, Sommerfeld; True, Klün (6/2), Kalkowski (1), Lange (3), Peek (3/1), Wefer (1), Rave (5), Heidorn (2), Leder (2), Abbes (1), Sell.

entnommen am 21.09.2017 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser, geschrieben von Gunnar Schäfer

 


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