Sep 2017 04

Bremen. Von der Papierform war am ersten Spieltag der Handball-Oberliga Nordsee der Männer eigentlich alles klar. Der Tabellendritte des Vorjahres, die SG Achim/Baden, empfing den Aufsteiger ATSV Habenhausen II. Doch am Ende der Partie rieben sich die Beobachter verwundert die Augen, denn der schon als erster Absteiger gehandelte Neuling überraschte mit einem 31:25 (17:11)-Start-Ziel-Sieg.

Habenhausens Trainer Julian Kühn hatte eine 6:0-Abwehr gegen den Achimer Rückraum gewählt. Damit lag er goldrichtig. Zwar kamen Dennis Summa (9/3) und Marvin Pfeiffer (7) immer wieder zum Torerfolg. Aber der Rest der Gastgeber blieb eher blass. Vor allem vom Kreis und auch von Außen kam nicht viel. Auch ein Verdienst von Habenhausens Schlussmann Thorben Hamann, der das Torhüterduell gegen die Achimer Torleute Arne von Seelen und Marco Thalmann klar gewann.

Die Südbremer nutzen von Anfang an jede sich bietende Torchance. Vor allem der Rückraum der Südbremer, Lukas Schäfer und Bjarne Ruthke, sorgten schnell für das 3:1 (4.). Zwar musste die Habenhauser Reserve in Unterzahl noch das 4:4 (11.) hinnehmen, aber dann drehte sie mächtig auf – 8:4 (17.). Selbst eine erneute Unterzahl konnte den Sturmlauf der aufopfernd kämpfenden Gäste nicht stoppen. Zwar kam nach dem zwischenzeitlichen 10:5 ((19.) durch Marco Wilhelms die SG immer wieder auf Tuchfühlung heran, aber eine Wende gelang den Hausherren nicht. Immer wieder, wenn es eng wurde, legten die Kühn-Mannen eine Schippe drauf und warfen einen deutlichen Pausenvorsprung heraus.

Auch nach dem Wiederanpfiff lag die Kühn-Sieben weiter deutlich in Führung. Die Mannschaft strahlte bei ihrem Auftaktmatch von jeder Position Torgefahr aus und war dadurch dem Team von SG-Trainer Tobias Naumann klar überlegen. Die Achimer hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie am Ende völlig untergegangen wären. Aber der ATSV II schaltete mach dem 28:20 (55.) durch Roberto Cagliani im Angesicht der deutlichen Führung einen Gang zurück und die Kreis Verdener konnten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Am deutlichen Erfolg der Habenhauser Reserve konnte der Favorit aber nicht mehr rütteln.

Entsprechend zufrieden zeigte sich ATSV-Coach Kühn, der erholt aus dem Urlaub angereist war: „Ich war begeistert von der Art und Weise, wie meine Mannschaft hier aufgetreten ist. Das Team hatte heute die richtige Einstellung, um als Underdog in der Oberliga zu bestehen“, erklärte er. Nun empfängt sein Team am kommenden Sonntag (17 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle) den Mitaufsteiger Rotenburg, der sein Autaktmatch verloren hat, zum ersten Heimspiel.

ATSV Habenhausen II: Hamann, Wilshusen; Wilhelms (8/3), Janssen, Schäfer (6), T. v.d. Heyde, Rauer (2), L. Meier (2), Ruthke (4), Klün, Stüven (1), Krüger (2), Cagliani (4), Nowakowski (2).

Text verfasst von Gunnar Schäfer, entnommen aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser, am 04.09.2017


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