Nov 2017 27

Habenhausen II bleibt nach 22:23 in Neerstedt Tabellenschlusslicht

Bremen. 60 Minuten lang lieferten sich der gastgebende TV Neerstedt und der ATSV Habenhausen II ein echtes Kellerduell in der Handball-Oberliga Nordsee, das nicht von Klasse, sondern von Kampf geprägt war. Am Ende verlor die Habenhauser Drittliga-Reserve knapp aber nicht unverdient mit 22:23 (6:10). Die Mannschaft von ATSV-Trainer Julian Kühn nahm zwar den Kampf an, aber ging mehr als fahrlässig mit den eigenen Chancen um.

Christian Janssen ging mit Habenhausen II leer aus.
Foto: Olaf Kowalzik

Die 3:2:1-Deckung der Hausherren be­hagte den Südbremern gar nicht. Zudem scheiterten die Blauen mit den drei ersten Chancen durch Marco Wilhelms und Lukas Meier gleich an TVN-Torhüter Hendrik Legler. Auch in der Folgezeit benötigte der ATSV II Siebenmeter und auch eine numerische Überzahl, um die Masse seiner Tore im ersten Durchgang zu erzielen. Aus dem gebundenen Spiel heraus gelang der Kühn-Sieben nur ein Treffer. Zum Glück hatte die 6:0-Abwehr der Bremer den TVN-Angriff, der zunächst ohne den angeschlagenen Eike Kolpack agierte, gut im Griff. Hinzu kam, dass auch der TVN einige gute Würfe an den Pfosten setzte.
In der Pause brachte der ATSV-Coach ­seine Mannschaft noch einmal in die Spur. Nach dem Wiederanpfiff folgte die stärkste Phase des Schlusslichts. Immer wieder fand der Gast nun die Lücken in der offensiven TVN-Abwehr. Als Marco Wilhelms durch einen seiner sechs Siebenmeter das 10:12 markierte, nahm TVN-Trainer Björn Wolken seine Deckung auf 6:0 zurück. Ein Umstand, der Habenhausen in die Karten ­spielte. Die Habenhauser hatten nun im Angriff den nötigen Platz, weil der TVN keinen Zugriff mehr auf den ATSV-Rückraum bekam. Allerdings war die Herrlichkeit der Gäste nach dem 16:16-Ausgleich (47.) durch den wieder genesenen Lukas Schäfer zu Ende. Dafür waren zwei Maßnahmen von Wolken verantwortlich. Zum einen wechselte der TVN-Trainer wieder auf eine 3:2:1-Deckung zurück. Zum anderen nahm er seinen angeschlagenen Shooter Eike Kolpack ins Spiel. Kolpack stellte sich in den Dienst der Mannschaft, biss die Zähne zusammen und erzielte zwei Tore zum 21:18 (56.). Der ATSV II kam dann nur noch noch einmal auf 22:23 (60.) durch Christian Janssen heran. Mehr war aber für Habenhausen nicht drin. „Wir haben offensiv nicht ins Spiel gefunden. Trotz einer soliden 6:0-Deckung und dem nötigen Kampfgeist, gehen wir leider leer aus. Bitter, aber auch ein bisschen sinnbildlich für unseren Tabellenplatz“, ­sagte Kühn. Nun haben seine Spieler 14 Tage Zeit, um ihre Wunden zu lecken. Dann haben die Südbremer die Möglichkeit im ­Derby gegen den HC Bremen (09.12.17, 17.00 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle) den zweiten Heimsieg einzufahren und Anschluss an das untere Mittelfeld zu finden.

ATSV II: Wessels, Hamann; Wilhelms (9/6), Janssen (4), Schäfer (3), T. v .d. ­Heyde, Rauer, L. Meier (3), L. Grieme (1), Klün, Stüven, Krüger, Cagliani (2), Nowakowski.

Weser-Kurier vom 27.11.2017 von Gunnar Schäfer


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