Nov 2017 13

Noch am Tag nach der 28:33 (11:18)-Niederlage seiner Drittliga-Handballer bei der SG Menden Sauerland Wölfe saß der Frust bei Habenhausens Trainer Marc Winter tief. „Erneut haben uns die Schiedsrichter stark benachteiligt“, erklärt er. Gemeint sind die Unparteiischen Cefdet Kamper/Kenan Kamper (Mönchengladbach), die mit ihrem Zeitstrafenverhältnis für Frust bei Winter sorgten. Die beiden Referees, die offenbar auch bei anderen Mannschaften immer wieder für Ärger sorgen, wie im Internet nachzulesen ist, verhängten acht Zeitstrafen gegen den ATSV, nur deren zwei gegen Menden. Alleine in der ersten Halbzeit mussten die Gäste vierzehn Minuten in Unterzahl agieren, davon bereits zehn Minuten in der Auftaktviertelstunde.

Ein Wunder, dass die Südbremer, die endlich in Menden den ersten Saisonsieg einfahren wollten, zu diesem Zeitpunkt nur mit 6:8 (15.) hinten lagen. Aber das ständige Spielen mit einem Akteur weniger hatte viel Kraft gekostet, sodass die Habenhauser zur Halbzeit schon deutlich mit 11:18 ins Hintertreffen gerieten. Nach der Pause holte die Gäste-Sieben zwar durch drei Tore in Folge auf 14:18 (33.) auf. Aber eine erneute Zeitstrafe gegen Habenhausens Björn Wähmann stoppte die Aufholjagd jäh.

Auswärts weiter ohne Punkt

Dann sorgte ein Foul an dem jungen Luc Schluroff für große Aufregung (38.). Bei einem Wurf von Schluroff lief Mendens Tom Trost durch den Kreis und unterlief den Youngster, der daraufhin nach einer Rolle in der Luft hart auf dem Hallenboden aufschlug. Aber anstatt das rüde Foul progressiv zu bestrafen, erhielt Trost von den Unparteiischen nur eine Gelbe Karte. „Wir hätten für ein solches Foul bestimmt den roten Karton gesehen“, ereiferte sich Winter. In der Folgezeit konnte Habenhausen zwar das Spielgeschehen offener gestalten, entscheidend an Boden gut machen, konnte der ATSV aber nicht. Am Ende stand der Aufsteiger aus Bremen also wieder auswärts ohne etwas Zählbares da. „Wir hätten hier mit einer anderen Leistung der Schiedsrichter punkten können“, ist sich der engagierte Coach sicher. Aufgeben will Marc Winter aber nicht.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld; Witt (3), H. Marien (2), M. Fischer, B. Wähmann, Monroy (1), F. Meier, Grädtke (1), J. Schluroff (8), M. Schluroff (2), M. Wähmann (8/1), L. Schluroff (2), Müller (1)

Bericht geschrieben von Gunnar Schäfer, entnommen am 13.11.2017 aus dem Weser-Kurier.


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