Nov 2017 30

Oberliga-Handballerinnen überrollen die Gastgeberinnen aus dem Kreis Diepholz mit 34:13

Bremen. In der Vorsaison war die Auftaktniederlage bei der HSG Phoenix der Beginn einer langen Negativserie für die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen. Dieses Mal sind die Verhältnisse völlig anders.Während die Kreisdiepholzerinnen in ihrem zweiten Oberliga-Jahr große Schwierigkeiten haben und mit

Christine Köster
Foto: Nils Conrad

gerade einmal zwei Siegen auf der Habenseite auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren. Läuft es für die Mannschaft von ATSV-Trainer Marcel Klische phasenweise richtig gut. Der letzte Sonntag war so ein Tag, denn die Südbremerinnen überliefen die HSG beim 34:13 (16:8) regelrecht.
Dabei konnte der aktuelle Tabellenneunte auch den Ausfall seiner Torhüterin Deniza Sommerfeld kompensierten. Sommerfeld hat sich durch das Foul im letzten Heimspiel gegen Dinklage den Unterschenkelkopf gebrochen. Zudem sind auch alle Bänder im Unterschenkel in Mitleidenschaft gezogen worden. Nur gut das Juliana Bohlen eine starke Leistung zeigte und mehrere Bälle und sogar drei Siebenmeter in diesem Spiel entschärfen konnte. Aber Bohlen ais Alleinunterhalterin zwischen den Habenhauser Pfosten soll es zukünftig aber nicht geben. „Wir sondieren den Markt“, erklärt Klische.
Aber vielleicht braucht der engagierte Coach gar nicht soweit zu gucken. Im eigenen Nachwuchs gibt es mit Charline Bergen einen starken Rückhalt. Die A-Jugendliche kommt schon regelmäßig in der ATSV-Reserve in der Kreisoberliga zum Einsatz. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Erst einmal stellte Bohlen ihr Können unter Beweis. Bereits in der zweiten Minute entschärfte sie einen HSG-Siebenmeter. Danach übernahmen ihre Vorderleute das Kommando und bauten die Führung nach dem 1:0 (2.) durch Insa Klün über 10:5 (14.) auf 16:8 zur Pause aus.
Nach Wiederanpfiff spielte Habenhausen seine körperliche Überlegenheit aus. Das wurde durch die schwindenden Kräfte der Gastgeberinnen begünstigt. Die Mannschaft von HSG-Trainer Thomas Reinberg wurde nun immer wieder regelrecht überlaufen. Bereits beim 20:8 (38.) durch Kim-Anna Heidorn kurz nach der Pause war der Drops schon früh gelutscht. Die Gastgeberinnen hatten dem Sturmlauf der Habenhauser Deerns kaum etwas entgegenzusetzen und kamen in der zweiten Halbzeit nur zu fünf Treffern. Nach dem zwischenzeitlichen 31:13 (54.) sah alles nach einem Debakel für die Gastgeberinnen aus. Aber die ATSV-Sieben schaltete in den Schlussminuten des Spiels einen Gang zurück. Am klaren Habenhauser Sieg war aber nicht mehr zu rütteln. „Das war heute eine richtig gute Teamleistung meiner Mannschaft“, lobte Klische, dessen Team in diesem Jahr noch zwei Begegnungen zu absolvieren hat. Die erste findet am kommenden Montag beim VfL Oldenburg III (18.45 Uhr, BBS Wechloy) statt.

 

ATSV: Bohlen; Burwinkel (1), True, Petersen (3), Klün (3/1), Köster (6/4), Lange, Peek (3), Rave (5), Heidorn (5), Leder (3), Abbes (3), Kalkowski (2).

Weser-Kurier vom 30.11.2017 von Gunnar Schäfer


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