Nov 2017 09

Es waren für die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen die bisher wohl intensivsten 60 Minuten der Saison. Aber am Ende besiegten sie den Aufsteiger SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn nicht unverdient mit 25:23 (13:13). 

Das Spiel war bis zum Abpfiff sehr ausgeglichen und temporeich. Dabei mussten beide Mannschaften dem hohen Tempo allerdings Tribut zollen und ließen mehrere Chancen ungenutzt.

Immer wieder konnte sich auf Habenhauser Seite Torhüterin Julian Bohlen auszeichnen. Die Ammerländerinnen starteten sehr nervös in die Partie und luden die Gastgeberinnen bereits in den Anfangsminuten zu Kontern ein. Aber diese Chancen blieben zunächst überwiegend ungenutzt. Nach dem 1:1 (5.) fanden die Gäste besser ins Spiel. Immer wieder brachten sie in der Folgezeit ihre hochgewachsene Kreisläuferin ins Spiel und lagen nun fast die ganze erste Halbzeit über in Front. Doch nach dem 9:12 (21.) fand die 3:2:1-Deckung der Habenhauserinnen endlich besser ins Spiel. Noch vor der Pause schafften die Blauen mit großem Kraftaufwand und zwei Toren aus dem Rückraum von Svenja Petersen den 13:13-Ausgleich.

In der Halbzeit sprach ATSV-Trainer Marcel Klische die Fehler des ersten Durchgangs an. Und nach dem Wiederanpfiff setzte die Mannschaft seine Anweisungen besser um. Zwar blieb die Partie bis zum 18:18 (41.) durch Sabine Peek weiter eng. Aber Habenhausen stand nun wesentlich sicherer in der Defensive. Und danach setzte sich der ATSV durch Tore von Peek, Maike Leder (2) und Pia Wefer – teilweise in Unterzahl – auf 22:18 (50.) vorentscheidend ab. Aber die SG steckte keineswegs auf und ging weiter das hohe Tempo. Mit der Folge, dass bei den Gastgeberinnendie Kräfte schwanden. Vor allem im Spiel Eins gegen Eins kamen die Südbremerinnen immer wieder einen Schritt zu spät.

So erzielte die ehemalige Hastedterin Miriam Thamm per Siebenmeter für den 22:23-Anschlusstreffer (56.) der Gäste. Klische nahm nun eine Auszeit und stellte seine Mannschaft für die Schlussphase noch einmal neu ein. Doch auch die Schlussminuten waren weiter von der Spannung bestimmt. Zuerst sorgte Insa Klün für eine Zwei-Tore-Führung. Dann musste Klün nach einer Abwehraktion gegen die ehemalige Delmenhorsterin Lara Winkelmann 90 Sekunden vor dem Ende auf die Strafbank. Daraus konnte der Gast aber keine Kapital schlagen, weil Habenhausen ruhig im Angriff agierte. 56 Sekunden vor dem Abpfiff bewies Christine Köster Nerven wie Drahtseile und markierte mit dem finalen Strafwurf den Endstand, weil die SG anschließend aus ihrer Überzahl nur noch einen Fehlwurf produzierte.

„Meine Mannschaft ist das Tempo gut mitgegangen und hat am Ende nicht unverdient gewonnen“, sagte Klische zufrieden. Sein Team klettert nach nunmehr drei Spielen ohne Niederlage auf Platz sieben in der Tabelle. Ob die ATSV-Frauen ihre Serie fortsetzen können, wird sich bei der „Wundertüte“ der Liga, dem VfL Oldenburg III, zeigen (Sonntag, 16.00 Uhr, Robert-Schumann-Halle). Die Drittvertretung des Bundesligisten hat nur einen kleinen Stamm und wird immer wieder mit talentierten A-Jugendlichen aufgefüllt.

ATSV: Bohlen, Sommerfeld; Burwinkel, True, Petersen (4), S. Klün (7/1), Köster (2/1), Kalkowski, Lange, Peek (4/2), Wefer (1), Rabe (1), Leder (3), Abbes (3) 

Bericht geschrieben von Gunnar Schäfer, entnommen am 09.11.2017 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser


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