Nov 2017 06

Das Handball-Drittligaspiel zwischen Schlusslicht ATSV Habenhausen und dem Tabellenzehnten OHV Aurich bot den 300 Zuschauern bis zur letzten Aktion eine Begegnung voller Emotionen.Drei Sekunden vor dem Ende kam Rechtsaußen Hauke Marien frei zum Wurf und hätte zum ersten Sieg der Bremer einnetzen können. Aber Aurichs Schlussmann Youri Denert parierte den Wurf. Der Ball kam zu seinem Abwehrspieler Paul Jordan, der von Habenhausens Björn Wähmann regelwidrig am Wurf ins leere Tor der Hausherren gehindert wurde. Doch ATSV-Schlussmann Daniel Sommerfeld parierte den fälligen Siebenmeter zum viel umjubelten 28:28 (14:14), das den Gastgebern ihren zweiten Punkt bescherte.

„Wir sind mit dem Punkt nicht unzufrieden, endlich sind wir in der 3. Liga angekommen“, erklärte ATSV-Trainer Marc Winter. Schon in den ersten Minuten war es hoch hergegangen, als Mirco Wähmann nach einer Roten Karte (4.) vorzeitig duschen gehen musste. Der jüngere der Wähmann-Brüder hatte in der Deckung Wilke de Buhr so unglücklich zu Fall gebracht, dass der Auricher sich den rechten Ellenbogen brach. Danach wurde die Partie rund 75 Minuten unterbrochen, weil de Buhr nicht transportfähig war. Zu allem Unglück hatte sich ein Auricher Zuschauer so aufgeregt, dass er einen Schwächeanfall erlitt und daher gleich zwei Ambulanzen kommen mussten.

Später konnte auch wieder Handball gespielt werden. Bis zur Pause war es eine hart umkämpfte Partie mit wechselnden Führungen. Nach dem Wiederanpfiff lagen die Gäste ständig mit bis zu drei Toren in Front. Es sah schon nach einer weiteren ATSV-Niederlage aus. Aber die Habenhauser Trainer Winter und Müller-Dormann stellten das Team in einer Auszeit (53.) neu ein. Bis zum Ende nahmen die Südbremer nun ihren Torhüter heraus und spielten mit einem Feldspieler mehr. Der Mut wurde belohnt.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Witt (5), H. Marien (8/4), M. Fischer (4), B. Wähmann (2), Monroy, Rauer, Grädtke, J. Schluroff (1), M. Schluroff (5), M. Wähmann, L. Schluroff, Müller (3).

Bericht geschrieben von Gunnar Schäfer, entnommen am 06.11.2017 aus dem Weser-Kurier.


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