Nov 2017 27

Habenhausen bietet Dormagen beim 31:35 bis zum Schluss Paroli

Dormagen. Es war auf dem Papier eine Begegnung wie David gegen Goliath. Auf der einen Seite der Drittliga-Aufsteiger, die Handballer vom ATSV Habenhausen als David. Auf der anderen

Hatte im Abschluss nicht seinen besten Tag erwischt: Miro Schluroff – Foto: Klama

Seite das Spitzenteam der 3. Liga West, der TSV Bayer Dormagen als Goliath. Während der ehemalige Bundesligist vom Niederrhein täglich trainiert, können die Habenhauser Trainer Lars Müller-Dormann/Marc Winter ihre Schützlinge aus beruflichen Gründen gerade drei Mal pro Woche begrüßen. Doch trotz der unterschiedlichen Rahmenbedingungen war am Sonnabend in den abgelaufenen 60 Minuten kaum ein Leistungsunterschied zu erkennen. Habenhausen verlor zwar mit 31:35 (17:19), kam aber mit dem kleinen Kader von nur elf Spielern nicht unter die Räder. „Wir haben trotz der Niederlage unsere beste Saisonleistung gezeigt“, erklärte Winter zufrieden. Sein Team hatte die rund dreistündige Tour ins Rheinland ohne Kreisläufer Ulf Grädtke (krank), Felix Meier (Prüfungsvorbereitung) und Luc Schluroff (Einsatz für den HC Bremen) antreten müssen.
Die Südbremer fanden nicht gut in die Begegnung. Dormagen führte schnell mit 5:1 (6.), weil die Habenhauser Jungs zwei Gegenstöße nicht verwandelten und Janik Schluroff eine Siebenmeterchance ungenutzt ließ. In Überzahl gab dann aber der ATSV richtig Gas und kam durch Youngster Miro Schluroff zum 9:9-Ausgleich (16.). Allerdings ließ Schluroff in der Folgezeit auch mehrere gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt. Damit war der Habenhauser Rückraumschütze Mirco Wähmann (9) immer wieder auf sich allein gestellt. „Er war ein ständiger Unruheherd“, lobte Winter. Allerdings kam dem Blondschopf dabei auch die 6:0-Deckung von Bayer entgegen. In der Folgezeit konnte sich der aktuelle Tabellenzweite zwar immer wieder absetzen, aber die Bremer ließen sich nicht abschütteln. Zur Pause lag Habenhausen nur mit 17:19 zurück.
Auch nach dem Wiederanpfiff legten die Gastgeber vor, aber die Bremer blieben dran. Als in der Schlussphase etwas die Kräfte schwanden, schmiss die ATSV-Sieben immer wieder ihre kämpferischen Tugenden in die Waagschale. In Unterzahl nahm das Trainergespann der Gäste den Torhüter heraus und hielt mit dem sechsten Feldspieler das Ergebnis im Rahmen. Nach der knappen Niederlage schworen Müller-Dormann und Winter ihre Spieler in der Kabine ein, um im letzten Spiel des Jahres zu Hause gegen die HSG Krefeld (9. Dezember, 19 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle) endlich den ersten Sieg einzufahren.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Witt, H. Marien (3), M. Fischer (2), B. Wähmann (4/3), Monroy (1), J. Schluroff (4), M. Schluroff (3), M. Wähmann (9), Müller (5)

Weser-Kurier vom 27.11.2017 von Gunnar Schäfer


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