Jan 2018 15

Bremen. Bei den Drittliga-Handballern des ATSV Habenhausen von gedämpfter Stimmung auf dem Heimweg zu sprechen, wäre gar untertrieben. Die Bremer waren nach ihrer 27:30 (11:18)-Niederlage im Kellerduell beim TV Korschenbroich am Boden zerstört.

Zu groß war ihre Hoffnung gewesen, das Unternehmen Klassenerhalt mit einem Erfolg beim noch sieglosen Tabellennachbarn wiederbeleben zu können. Die Gäste waren an ihrer neunten Auswärtsniederlage in Folge aber auch selbst schuld, da sie im gesamten Spiel reihenweise am starken TVK-Torwart Max Borchert scheiterten. Außerdem bekam ihre Abwehr im ersten Durchgang keinen Zugriff auf die gegnerische Offensive.

„Wir sind an unseren eigenen Nerven gescheitert“, stellte Habenhausens Marc Winter fest, der das Team zusammen mit Lars Müller-Dormann trainiert. Er warf seiner Mannschaft in der ersten Hälfte eine mangelnde Einstellung vor, die in einem Sieben-Tore-Pausenrückstand gipfelte. Dementsprechend hatte sich das Team in der Kabine einiges anhören müssen – und zwar nicht in Zimmerlautstärke. Der Weckruf fruchtete, denn im zweiten Durchgang kämpfte sich der ATSV Tor um Tor an den Gastgeber heran. Hierbei gefiel der Kreisläufer aus der Reserve, Flemming Stüven, mit einer guten Leistung in Angriff und Abwehr. Auf der Angriffsmitte zog Janik Schluroff im zweiten Durchgang gut die Fäden.

Der TV Korschenbroich wackelte gewaltig, als der Habenhauser Lukas Ole Müller zum 25:26-Anschluss traf (51.). Die Bremer Gäste schlugen aber anschließend einige Hochkaräter aus. „Die mangelnde Chancenverwertung hat uns am Ende die Punkte gekostet“, bilanzierte Marc Winter. Seine Mannschaft kassierte das 25:27 ausgerechnet bei eigener Überzahl, danach verkürzte es noch zweimal auf einen Treffer, ohne dass mehr gelang.

ATSV: Abshagen, Sommerfeld (1); H. Marien (4), Fischer (1), B. Wähmann (7/4), Monroy, Rauer, Stüven (2), J. Schluroff (3), M. Schluroff (1), M. Wähmann (2), Cagliani (1), Müller (5)

geschrieben von Olaf Kowalzik


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