Jan 2018 29
Oberliga Nordsee
Die SG Achim/Baden hat beim ATSV Habenhausen II mit 23:21 gewonnen. Dadurch beträgt der Vorsprung auf die gefährliche Zone für die SG nun sechs Punkte.

Bremen. Für die Oberliga-Handballer der SG Achim/Baden ist das Auswärtsspiel gegen den ATSV Habenhausen II die erwartet schwierige Aufgabe geworden. Die Achimer behaupteten sich aber in dem umkämpften Nachbarschaftsduell: Mit 23:21 (13:9) gewannen die Gäste. Durch den Erfolg hat die Mannschaft von SG-Trainer Tobias Naumann den Abstand zur Abstiegszone vergrößert. Dieser beträgt nun sechs Punkte

Rundum zufrieden sei er mit dem Auftritt zwar nicht gewesen, aber das sei nicht entscheidend, meinte der Trainer: „Wichtig ist, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Wie wir das geschafft haben, da fragt in einer Woche keiner mehr nach.“ Seine Mannschaft sei jedoch wieder einmal ihrem Ruf gerecht geworden, dass sie in den Leistungen hin und wieder stark schwankt. Vor einer Woche hatte sein Team beim Tabellenführer SG VTB/Altjührden gut mitgehalten, nun taten sich die Achimer gegen das Schlusslicht phasenweise schwer.

Dass es am Ende sogar noch richtig spannend wurde, war laut Tobias Naumann komplett unnötig. Denn in der 39. Minute führte die SG Achim/Baden bereits mit sieben Toren (17:10). „Danach brechen wir aber ein“, bedauerte der Trainer. „Wir sind ersatzgeschwächt angetreten, vielleicht lag es in Teilen an konditionellen Schwächen, dass uns das passiert ist. Wir haben uns aber auch nicht mehr so clever angestellt und die Räume im Angriff nicht mehr genutzt“, sagte Naumann.

Davon habe es einige gegeben, meinte der Gästetrainer. Denn die Habenhauser spielten mit einer offensiven 4:2-Deckung. Anfangs kam die Spielgemeinschaft aus Achim sehr gut damit zurecht. Die Naumann-Sieben nutzte die Lücken in der ATSV-Abwehr konsequent aus und erspielte sich zunehmend eine komfortable Führung, die in der 39. Minute auf jene sieben Tore ausgebaut wurde.

Zschorlich erzielt das letzte Tor

In der Folge kam es jedoch zum Bruch im Spiel der Gäste. Die Fehlwürfe häuften sich, sodass die Drittliga-Reserve aus Habenhausen den Rückstand immer weiter verkürzte. 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff markierten die Gäste das 21:22. In der verbliebenen Spielzeit agierten die Achimer jedoch wieder clever. Sie spielten die Zeit fast komplett runter, ehe Arne Zschorlich eine Sekunde vor dem Ende den Endstand herstellte.

Seine Mannschaft habe in dieser Saison zwar schon bessere Spiele absolviert, zur Generalkritik wollte Tobias Naumann dennoch nicht ansetzen. „Es war nicht alles schlecht. In der Defensive haben wir insgesamt sehr gut gearbeitet. Das zeigen auch die nur 21 Tore, die wir kassiert haben. Gegen einen anderen Gegner hätten sich unsere vielen Fehlwürfe sicherlich schlimmer ausgewirkt. Aber Habenhausen war nicht in der Lage, dies für sich auszunutzen“, sagte Naumann, der mit seinem Team weiterhin im dichten Mittelfeld der Tabelle steht.

Geschrieben von Florian Cordes, veröffentlicht am 28.01.2018 im Weser Kurier.


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