Jan 2018 18

Bremen. „Das war ein Spiel zum Vergessen“, erklärte ein frustrierter Trainer Marcel Klische nach der 22:28 (8:12)-Niederlage der Handballerinnen des ATSV Habenhausen beim TV Oyten II. Statt den unmittelbaren Tabellennachbarn in der Oberliga Nordsee der Frauen zu überholen, liegt das Team aus dem Bremer Süden nun aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter der Mannschaft aus Niedersachsen.

„Wir haben nie den Zugriff aufs Spiel bekommen“, erläuterte Klische, „sind zu keiner Zeit in unseren Spielfluss gekommen und konnten so unsere Stärken auch überhaupt nicht nutzen.“ Während die Gastgeberinnen von Beginn an konsequent ihre Chancen verwerten konnten, litten die Bremerinnen im Angriff unter Ladehemmung  – und in der Verteidigung an einer mangelhaften Zuordnung.

„Bemerkenswert war die Anzahl unserer Fehlpässe im Angriff“, verdeutlichte der enttäuschte Coach, „wir fanden nur wenige Mittel, um überhaupt zum Torerfolg zu kommen. Haben wir dann doch einmal die Chance gehabt, haben wir unfassbar viele Torchancen vergeben.“ Besonders im Rückraum enttäuschte Habenhausen – abgesehen von der besten ATSV-Werferin  Sabine Peek (acht Tore) – auf ganzer Linie, einzig Kreisläuferin Ann-Kathrin Abbes (fünf Tore) wusste in der Offensive außerdem noch zu überzeugen.

 

In der Abwehr habe das Team nach Ansicht des Trainers nur selten als Mannschaft agiert und habe zudem noch ein großes Glück gehabt, dass Torhüterin Juliana Bohlen einen guten Tag erwischt hatte und ihr Team mehrfach mit sehenswerten Paraden im Spiel halten konnte.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Gastgeberinnen mit zunehmender Spieldauer immer weiter ab und gingen schließlich mit vier Toren Vorsprung in die Halbzeitpause.  „Letztlich war jeder Versuch, wieder heranzukommen, vergeblich“, konstatierte Marcel Klische, „da wir uns immer wieder selbst ein Bein gestellt haben und die Bälle einfach nicht verwerten konnten.“

Im zweiten Durchgang war dann vor allen Dingen Oytens Beste an diesem Tag, Nina Schnaars (8/4), kaum in den Griff zu bekommen. Oyten sei sehr gut eingestellt gewesen und habe zudem laut Klische „hervorragend verteidigt“. Die Gegnerinnen seien von Anfang an wacher und präsenter gewesen und hätten nach Klisches Einschätzung „ein schlechtes Oberligaspiel verdient gewonnen“.

ATSV Habenhausen: Bohlen; Burwinkel, True, S. Klün, I. Klün (1), Köster (3), Balkowski (1), Lange (1), Peek (8/2), Wefer (1), Rave (1), Heidorn (1), Leder, Abbes (5)

geschrieben von Christian Markwort, entnommen aus dem Weser-Kurier.


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