Feb 2018 22

Handballer aus Habenhausen wollen trotz 32:35-Niederlage in der Oberliga bleiben

Bremen. Es gab einige Momente, in denen Julian Kühn Hoffnung schöpfte, den Klassenerhalt mit den Oberliga-Handballern des ATSV Habenhausen II doch noch bewerkstelligen zu können – auch, wenn das Minimalziel zu Beginn der Saison mittlerweile in immer weitere Ferne zu rücken scheint: „Was ich mitnehme“, erläuterte der Coach nach der knappen 32:35 (12:17)-Auswärtsniederlage beim TV Bissendorf-Holte, „ist eine gute Angriffsleistung in der zweiten Hälfte. Im Angriff haben wir es gegen die 3-2-1-Deckung der Gastgeber immer wieder gut gelöst.“Auch sei auf das Tempospiel des vermeintlich abgeschlagenen Schlusslichtes der Oberliga ebenfalls Verlass gewesen, betonte der Coach, „auch, wenn die Ausbeute dort sicherlich noch verbesserungswürdig ist“.

FÜR ROBERTO CAGLIANI UND HABENHAUSEN II WIRD ES IM ABSTIEGSKAMPF ENG.                                      FOTO: OLAF KOWALZIK

Verloren habe sein Team die enge Partie seiner Einschätzung nach in der Defensive. „Bei 35 Gegentoren ist der Fehler heute mit Sicherheit in der Abwehr zu suchen“, zeigte sich Kühn unzufrieden mit der Arbeit gegen Ball und Gegner. Defensiv verlor seine Mannschaft insgesamt zu viele Zweikämpfe, die Spieler hätten sich nach Meinung des Trainers nicht richtig unterstützt und vor allen Dingen den eigenen Torraum schlecht abgesichert. „Deshalb gelang es uns in mehreren entscheidenden Phasen nie, auszugleichen“, so Kühn.

Die Bremer Gäste um ihren Top-Angreifer Marco Wilhelms (neun Tore) kamen viel zu langsam ins Spiel und ließen besonders in der ersten Viertelstunde jede Menge aussichtsreiche Chancen liegen. Nach der ersten Auszeit ihres Coaches (14. Spielminute) lief es dann im Angriff allerdings etwas besser, ohne dass die Gastgeber allerdings wirklich in Gefahr gerieten. Bissendorf dagegen legte einen Blitzstart hin und führte dank Toren von Tim Brauner, Fabian Rußwinkel, Christian Rußwinkel und Simon Mayer bereits nach sechs Minuten mit 4:0. Das brachte beim TV sowohl in der Deckung als auch im Angriff die nötige Sicherheit. Die Folge war eine sichere Führung von 11:5 (19. Minute), doch Habenhausen wollte sich nicht frühzeitig geschlagen geben, und verkürzte nun seinerseits auf 9:11 (24.). Dennoch ging es aus Sicht der Gäste mit fünf Toren Rückstand in die Pause.

Offenbar geblendet von der sicheren Führung schalteten die Hausherren um Torjäger Christian Rußwinkel (8/2) in Durchgang zwei plötzlich einen Gang zurück und ließen bei den Gästen noch einmal Hoffnung aufkommen, vielleicht doch etwas mitnehmen zu können. Allerdings übten die Gastgeber nach der Pause wie bereits zu Spielbeginn erneut extrem viel Druck auf die ATSV-Defensive aus und sahen beim Stand von 22:15 (36.) bereits wie der sichere Sieger aus. Doch die nimmermüden Gäste bewiesen Kampfgeist und kämpften sich noch einmal auf 32:34 heran (59.). Erst 13 Sekunden vor dem Abpfiff machte Bissendorfs Dennis Bormann mit seinem vierten Treffer den Sack schließlich endgültig zu. „Das Spiel in Bissendorf haben wir in der ersten Hälfte verloren“, ärgerte sich Julian Kühn, „weil wir hinten einfach nicht clever genug agiert haben.“ Nun wolle sich das Team intensiv auf das Heimspiel gegen den TSV Bremervörde Sonntag, 17 Uhr) vorbereiten „und alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen“, versicherte Kühn.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Hamannn, Wilhelms (9), Janssen (2), Rauer (4), Ruthke (6/2), Klün (1), Stüven (1), Krüger (4), Cagliani (3), Nowakowsky (2).

Geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 22.02.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.

 


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