Feb 2018 05

ATSV-Handballer verlieren 27:28

Bremen. Marc Winter, der Trainer des ATSV Habenhausen, hatte nach der 27:28 (11:15)-Heimniederlage in der dritten Handball-Liga gegen die HSG Bergische Panther einen ganz dicken Hals. Ihm und seinem Mitstreiter Lars Müller-Dormann fiel es nach dem Abpfiff schwer, über das Geschehene zu referieren. „Uns fehlen die Worte“, sagten sie. Auch ihre Spieler waren völlig konsterniert.

Der Stein des Anstoßes spielte sich in den letzten 100 Sekunden des Heimspiels ab. Die Hausherren lagen mit 25:27 zurück und griffen zum siebten Feldspieler. Miro Schluroff nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit zum 26:27-Anschluss. Danach mussten beim Schlusslicht drei Mann binnen 15 Sekunden auf die Strafbank. In dreifacher Unterzahl hatte der Aufsteiger keine Chance. Der Tabellensiebte aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis traf zum alles entscheidenden 28:26, der direkte Freiwurf von Miro Schluroff zum 27:28-Endstand änderte nichts mehr.

Das Schicksal hatte sich erneut in den letzten beiden Spielminuten gegen die Habenhauser gewandt, wieder standen sie mit leeren Händen da. „Mir tun meine Jungs leid, da sie bis zum bitteren Schluss gekämpft haben“, sagte Marc Winter. Seinen Spielern war aufgestoßen, dass die Gäste gänzlich ohne Zeitstrafe davongekommen waren, während sie in der gesamten Partie sechsmal die beiden erhobenen Zeigefinger sahen. Dazu kam der Ausfall von Hauke Marien. Ihm war in der Schlussphase ein Gegner auf den Fuß gesprungen.

Positiv: Die beiden A-Jugendlichen Luc und Miro Schluroff erzielten zusammen neun Tore. Im nächsten Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr gegen den VfL Gummersbach II hofft Winter daher auf eine Fortsetzung der Serie – mit anderem Ausgang: „Wir haben die letzten drei Spiele mit drei, zwei und einem Tor verloren“, sagte der Trainer. „Also müsste als Nächstes mindestens ein Unentschieden folgen.“

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Marien (3/2), Fischer (2), B. Wähmann (5/3), Meier, Ostermann (1), Monroy, J. Schluroff (3), M. Wähmann (4), M. Schluroff (5), L. Schluroff (4).

 

Bild: Miro Schluroff, von Karsten Klama. 
Geschrieben von Olaf Kowalzik, entnommen am 05.02.2018 aus dem Weser-Kurier.

 


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