Feb 2018 19

Der ATSV Habenhausen siegt erstmals in dieser Saison

Schalksmühle. Ob sich überhaupt jemand daran erinnern kann? An den 22. April 2017, an dem die Handballer des ATSV Habenhausen zuletzt ein Meisterschaftsspiel gewonnen hatten? Damals noch im Oberliga-Meisterjahr, mit 28:23 bei der TSG Hatten-Sandkrug. 301 Tage dauerte dann die sieglose Flaute. Am Wochenende schaffte der Aufsteiger in die 3. Liga nun seinen ersten Saisonerfolg,setzte sich mit 25:22 (14:12) beim Tabellensechsten SG Schalksmühle-Halver durch.Wer nicht wusste, dass der ATSV nach dem 20. Spiel gerade seine Saisonpunktevier und fünf feierte, hätte denken können, es sei eine Aufstiegsparty.Und diese Party hatte ganz gewiss einen Helden: Daniel Sommerfeld. „Er hat“, sagte auch Trainer Marc Winter, „überragend ­gehalten.“

Das ATSV-Schiff war sogar ohne Kapitän in den Siegerhafen gefahren. Björn Wähmann hatte sich in der 42. Minute eine Verletzung am rechten Knie zugezogen und konnte nicht mehr weiterspielen. Als Marc Winter und sein Trainer-Kollege Lars Müller-Dormann nach dem Schlusspfiff neben der Halle jedoch nach frischer Luft schnappten, war dies nur eine Randnotiz. „Wir haben es geschafft“, berichtete Marc Winter seiner Frau per Telefon. „Dass wir jetzt nur eine Kiste Bier im Auto haben, ist das Allerschlimmste.“

HABENHAUSENS TORWART DANIEL SOMMERFELD WAR DER MATCHWINNER. (Foto: Andree Hagel)

Die vergangenen Partien hatten dem ATSV Selbstvertrauen gegeben, und das brachten die Habenhauser im Sauerland eindrucksvoll aufs Feld. Sie waren viel galliger. „Das war definitiv so“, sagte auch Hattens Trainer Stefan Neff. Verantwortlich dafür war vor allem die herausragende Leistung der Habenhauser in der Deckung, obwohl diese in der vergangenen Woche einen weiteren Rückschlag verkraften musste. Neben Ulf Grädtke (Karriereende wegen seines Hüftschadens) und Felix Meier, der wegen seiner Fluglotsenausbildung in Frankfurt war, fehlte auch Lukas Ole Müller: Der Linksaußen hat sich im Training einen Strecksehnenriss im kleinen Finger der rechten Wurfhand zugezogen.

Während Stefan Neff auf seiner Bank schon nach wenigen Minuten immer häufiger seine Arme in die Luft schlug, spürte das ASTV-Trainerduo schnell, dass der Tag für den ersten Saisonsieg gekommen war. Zumal nicht zu übersehen war, dass die Habenhauser auf die Schalksmühler Spielweise ideal vorbereitet waren. Und wenn doch mal ein Ball durchflutschte, stand da Daniel Sommerfeld, der 27-jährige Hexer. Großartig! „Es ist sehr, sehr schön, dass wir den Bock jetzt endlich umgestoßen haben“, sagte Marc Winter.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Abshagen (n. e.) – Ruthke, Marien (2), Fischer (7), B. Wähmann (3/2), Monroy, Stüven, J. Schluroff (3), M. Schluroff (2), M. Wähmann (5), L. Schluroff (3).

Geschrieben von Andree Hagel, entnommen am 19.02.2018 aus dem Weser-Kurier.

 


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