Feb 2018 05

Die ATSV-Handballerinnen unterliegen der HSG Wilhelmshaven nach schwachem Start letztlich verdient mit 24:33

Bremen. Mit einem mehr oder weniger ausgeglichenen Punkt-und Torverhältnis verharren die Handballerinnen des ATSV Habenhausen weiterhin im Niemandsland der Tabelle der Oberliga Nordsee. Nach der 24:33 (9:14)-Niederlage bei der HSG Wilhelmshaven versuchte sich der ATSV-­Coach an einer Erklärung für das derzeitige Mittelmaß seines Teams: „Momentan sind wir für unsere eigenen Ansprüche einfach zu weit weg von der Ligaspitze“, sagte Marcel Klische, „uns fehlen einfach die Spieler­typen, die gerade in kritischen Situationen vorangehen und die übrige Mannschaft mitreißen.“ Dennoch sei gerade die mannschaftliche Geschlossenheit „unser größtes Pfund, wie heute wieder zu spüren war“, betonte der Trainer. 

Zu Beginn der Begegnung legten die Gastgeberinnen um Top-Angreiferin Kira Sebold (sechs Tore) furios los und lagen schnell mit 4:0 vorne, ehe Habenhausens treffsicherste Schützin Sabine Peek (6/3) erstmals ins HSG-Gehäuse traf (6. Spielminute). Knapp 20 Minuten benötigten die Gäste, um einigermaßen in Tritt zu kommen und durch die starke Kreisläuferin Ann-Katrin Abbes (6) den Anschluss zum 6:8 herzustellen. Eine frühe Umstellung im Mittelblock führte seitens des ATSV zu mehr Spielkontrolle, auf der linken Abwehrseite entwickelte sich Pia Wefer zu einem regelrechten Bollwerk gegen die HSG-Offensive.

Ein wichtiger Grund für Wilhelmshavens Überlegenheit in Durchgang eins lag in der Schwäche des ATSV, wie der Coach erläuterte: „Sie haben sehr oft von unseren Fehlern profitiert und diese sofort durch Tempogegenstöße bestraft.“ Dazu habe sich ­seine Mannschaft im Angriff überraschend schwergetan, sodass die fünf Tore Vorsprung der HSG zur Pause schon beinahe schmeichelhaft für die ATSV-Spielerinnen waren. Nach Wiederbeginn berappelten sich die Gäste ein wenig, der Vorsprung der HSG fror knapp 15 Minuten lang bei vier Toren ein und der ATSV hielt nun defensiv wie offensiv deutlich besser dagegen. Allerdings hatte die Aufholjagd in Durchgang eins enorm viele Körner gekostet, sodass es in den letzten zehn Spielminuten erneut einen erfolgreichen Tempogegenstoß der Gastgeberinnen nach dem anderen gab und die HSG verdient als Sieger die Halle verließ.

ATSV Habenhausen: Bohlen; Köster, ­Wefer, Svenja Klün (2), Insa Klün (4), Kal­kowski (1), Lange (1), Peek (6/3), Rave (2), Leder (2), Abbes (6).

Geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 05.02.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.

 


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