Feb 2018 15

Die oberliga-Handballer vom ATSV Habenhausen II unterliegen Cloppenburg knapp mit 25:27 

Bremen. Nach der mehr als bitteren 14:31 (7:16)-Blamage aus der Vorwoche beim TuS Rotenburg stand für die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen II im Heimspiel gegen den TV Cloppenburg in erster Linie Wiedergutmachung auf dem Programm. „Das Spiel war eine deutliche Steigerung zur Blamage in Rotenburg“, freute sich ATSV-Coach Julian Kühn trotz der knappen 25:27 (10:15)-Heimniederlage, „man merkte sehr schnell, dass die Mannschaft bereit war, sich zu beweisen und dass sie sich vor niemandemin der Liga verstecken muss.“ Die Gäste, die vom Potenzial des Kaders und der derzeitigen Erfolgswelle (sechs Siege in Folge) sicherlich eine der stärksten Mannschaften der Liga stellen, wurden ihren Gastgebern von Beginn an mit wechselnden offensiven Deckungsformationen enorm unter Druck gesetzt. „Im Prinzip haben wir Ihnen ein wenig unser eigenes Spiel aufgedrückt“, blickte Kühn auf den Spielverlauf einer insgesamt recht ausgeglichenen Partie zurück, „und konnten sie dadurch zu einigen Fehlern provozieren.“ Im Angriff taten sich die Habenhauser um ihre beiden Top-Torschützen Bastian Klün und Marc Krüger (je fünf Tore) allerdings erneut schwer, um im Spiel „Sechs gegen Sechs“ die nötigen Räume für gute Torchancen zu erspielen. Erschwerend kam nach Einschätzung des ATSV-Trainers hinzu, „dass unsere Abschlüsse einfach zu unpräzise waren“. Es seien vor allen Dingen die guten Aktionen des Ex-Habenhausers Marc Schulat (3) sowie das gute Händchen von TV-Rechtsaußen Edwin de Raad (7) gewesen, denen Cloppenburg die deutliche Halbzeitführung zu verdanken gehabt habe, erläuterte Julian Kühn. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Gastgeber die einzige Cloppenburger Unterzahl zu zwei schnellen Toren ausnutzen. Auch ATSV-Torhüter Jannik Wessels (Leihgabe aus der ersten Mannschaft) drehte im Tor auf und fand mit seinen langen Pässen in Marc Krüger(5) immer wieder einen dankbaren Anspielpartner. So holte Habenhausen in der zweiten Hälfte Tor um Tor auf, was Kühn zufolge eine logische Konsequenz seiner Umstellungen gewesen sei: „Ich ließ Schulat und Lugosi enger verteidigen“, verdeutlichte der ATSV-Trainer seine Strategie. Allerdings hätten vor allem die fragwürdigen Zeitstrafen gegen seine Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen und viel umjubelten Ausgleich durch Bjarne Ruthke (46.) dafür gesorgt, dass die Cloppenburger immer wieder in Führung gehen konnten. Am Ende des Spiels vergab Habenhausen noch einige 100-prozentige Torchancen, die Spieler verließen die Halle dennoch mit hoch erhobenen Köpfen. „In Gleichzahl und mit etwas mehr Fortune im Abschluss wären da vielleicht Punkte drin gewesen“, so Kühn.

Bjarne Ruthke glich letztmals zum 20:20 in der 46. Minute aus. Foto: Nils Conrad.

ATSV Habenhausen II: Wessels; Willems (1), Janssen (2), Grieme (3), Rauer(2), Meier (1), Hamann, Ruthke (4), Klün (5), Stüven, Krüger (5), Cagliani, Nowakowsky (2).

Geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 15.02.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.


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