Mrz 2018 01

Handballerinnen des ATSV Habenhausen kassieren mit dem 28:30 bei der HSG Hude vierte Pleite in Folge

Bremen. Langsam aber sicher wird es eng für die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen: Nach der unnötigen 28:30 (13:12)-Auswärtsniederlage gegen die HSG Hude/Falkenburg trennen das Team von ATSV-Trainer Marcel Klische lediglich noch vier Punkte von den Abstiegsrängen. „Nächste Woche haben wir Altenwalderinnen zu Gast, die mit viel Aufwind zu uns kommen werden, nachdem sie Tabellenführer BV Garrel geschlagen haben“, sagte ­Klische und blickte trotz der ebenso ärgerlichen wie vermeidbaren vierten Niederlage nacheinander dennoch angriffslustig auf die kommende Aufgabe. „Altenwalde liegt mit vier Punkten hinter uns auf den Abstiegsplätzen, sodass wir tunlichst dran arbeiten sollten, um diesen Abstand nicht kleiner werden zu lassen“, verdeutlichte der Coach den dringenden Auftrag an seine Spielerinnen.

MIT ZWÖLF TREFFERN WAR CHRISTINE KÖSTER (MITTE) HABENHAUSENS GEFÄHRLICHSTE ANGREIFERIN. FOTO: NILS CONRAD

Trotz dezimierten Kaders starteten die Gäste gut ins Spiel. Die sehr offensive 1:5-Verteidigung oder später auch die etwas defensivere 3:3-Deckung des Gegners führten zunächst zwar zu leichten Irritationen. „Wir kamen aber immer wieder über Eins-gegen-Eins-Situationen zum Erfolg“, konstatierte Klische. Die überragende Christine Köster (12 Tore/3 Siebenmeter) hämmerte den Ball nach zehn Minuten bereits zum fünften Mal ins gegnerische Tor und markierte die 7:5-Führung für den ATSV (10.). Hude hingegen agierte nervös gegen die 6:0-Deckung der Gäste, war davon offensichtlich überrascht und brauchte beinahe die gesamten ersten 15 Minuten, um sich zu fangen.

Das taten sie dann allerdings umso überzeugender, mit einem Sechs-Tore-Lauf kam das Team um seine beste Torschützin, Ashley Butler (9), zum 11:8 (19.) Dabei kamen immer wieder die starken Außenspielerinnen von Hude zum Zug, die sowohl von rechts als auch von links nahezu jeden Ball sicher verwandelten. „Unsere Grüne Karte kam dann zum rechten Zeitpunkt“, sagte Klische, „in der starken Phase nach der Auszeit warfen wir nun wiederum durch fünf Tore in Folge eine 13:11-Führung heraus, die Hude zur Halbzeit lediglich noch auf ein Tor verkürzen konnte.“

In der zweiten Hälfte lieferten sich beide Teams zunächst ein ausgeglichenes Spiel, die Führung wechselte stetig bis zum 20:20 (42.). Zwei technische Fehler des ATSV wurden umgehend mit Tempogegenstößen durch die starke Rechtsaußen der Gastgeberinnen bestraft. Ein weiterer Rückraumtreffer der HSG führte schließlich zu einer Drei-Tore-Führung, die Habenhausen bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnte. „Chancen hatten wir zwar genügend“, ärgerte sich Klische, „aber uns fehlte in den entscheidenden Phasen schlicht die Präzision oder einfach nur etwas mehr Wurfglück.“

So blieb es zunächst beim 26:29 (58.). In den Schlussminuten kam dann aber doch noch einmal Spannung auf, als Kim-Anna Heidorn und Insa Klün auf 28:29 verkürzen konnten und noch 39 Sekunden zu spielen waren. Die restliche Spielzeit nahmen die Gastgeberinen allerdings routiniert von der Uhr und setzten durch Saskia Petersen den Schlusspunkt (60.). „Es wäre mehr drin gewesen“, meinte Klische, „aber letztlich haben wir einfach wieder zu viel verworfen und in der entscheidenden Phase zu viele Fehler gemacht.“ In einer derart ausgeglichenen Liga würde man so keine Punkte holen, resümierte der Coach.

ATSV Habenhausen: Bohlen; Abbes, Sell, Wefer, Zumpe, Lange, Burwinkel, Brandt, Klün (4), Köster (12/3), Peek (4/1), Heidorn (5), Leder (3).

Bericht geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 01.023.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.


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