Mrz 2018 11
3. Handball-Liga West
Nach dem 29:25-Erfolg beim Tabellendrittletzten HSG Lemgo II sind die Chancen der Bremer auf den Klassenerhalt deutlich gestiegen. Acht Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand nur vier Punkte. 
Schon in der Kabine stimmten sie lauthals Jubelgesänge an: Selten in dieser Handball-Saison haben sich die Spieler und Trainer des ATSV Habenhausen so auf eine lange Rückfahrt gefreut wie am späten Sonnabend. Mit einem 29:25 (13:13)-Erfolg beim Tabellendrittletzten HSG Lemgo II hat das Schlusslicht der 3. Liga West bewiesen, dass es sich im Kampf um den Klassenerhalt keineswegs bereits aufgegeben hat. Nach dem zweiten Sieg überhaupt liegen die Bremer mit 7:37 Punkten jetzt nur noch vier Zähler hinter Lemgo (11:35) zurück.

Großer Rückhalt des ATSV Habenhausen in Lemgo: Torwart Olaf Abshagen. (Karsten Klama)

„Wir sind wieder im Rennen“, sagte ein rundum zufriedener Trainer Marc Winter. Lemgos 14. Platz würde definitiv reichen, um über die Relegationsspiele ein weiteres Drittliga-Jahr zu ermöglichen. Wenn sich Gerüchte bestätigen, dass der VfL Gummersbach II freiwillig aus der Liga absteigt, würde sogar der vorletzte Platz genügen, um den rettenden Strohhalm zu greifen. „Wir würden uns gern ein Denkmal setzen“, sagte Winter, der mit seinem Trainerkollegen Lars Müller-Dormann zum Saisonende aufhören wird. Lange Zeit hatte keiner mehr den Habenhausern eine Chance eingeräumt – nun könnte es erstmals in der Vereinsgeschichte doch noch klappen.

An der Leistung in Lemgo hatte Winter nichts auszusetzen. Allerdings verpasste es sein Team, nach dem 10:6 (21.) weiter davonziehen. So kamen die Gastgeber, die früh ihren gefährlichsten Schützen Dominik Ebner durch Rote Karte (5.) verloren, ins Spiel zurück und führten sogar mit 21:19 (46.). Doch davon zeigten sich die Gäste, bei denen mit Mirco Wähmann ebenfalls ein Akteur nach Roter Karte (25.) ausschied, unbeeindruckt. Dank einer starken Abwehrleistung mit den tragenden Stützen Victor Monroy und Torwart Olaf Abshagen drehte der ATSV den Spieß zum 24:21 (55.) um und geriet in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr. „Zum Glück haben wir diesmal auch weniger Fehler gemacht“, sagte Winter, dessen Team so manches Mal in dieser Saison gegen Ende einer Partie auseinander brach.

ATSV: Abshagen; Marien (8/2), Fischer (3), B. Wähmann, Monroy, Meier, J. Schluroff (3), M. Schluroff (8), M. Wähmann (1), L. Schluroff (3), Müller (3).

Geschrieben von Jörg Niemeyer, veröffentlicht am 10.03.2018 im Weser Kurier.


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