Mrz 2018 01

Handball-Oberligist ATSV Habenhausen II lässt beim 22:31 gegen Bremervörde Gegenwehr vermissen

Bremen. Nach der mehr als bitteren 22:31 (13:15)-Heimniederlage der Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen gegen den TSV Bremervörde herrschte erst einmal minutenlang Schweigen auf den Rängen wie auch auf dem Spielfeld. Die Pleite gegen den unmittelbar vor den Bremern platzierten Gegner hatte nicht nur Kraft gekostet, sondern auch bei den größten Optimisten für Ernüchterung gesorgt.„Ich bin leer“, erklärte ein vollkommen konsternierter ATSV-Trainer Julian Kühn, „und muss die Gründe für unsere schlechte Leistung erst noch ­ergründen.“

MARCO WILHELMS (AM BALL) KONNTE MIT SEINEN FÜNF TREFFERN HABENHAUSENS NIEDERLAGE AUCH NICHT VERHINDERN. FOTO: KOWALZIK

Das Spiel fing aus Bremer Sicht ganz passabel an, trotz einiger Unzulänglichkeiten in der Deckung konnte das Team um seine besten Werfer Marco Wilhelms (5 Tore/1 Siebenmeter) und Flemming Stüven (5) die hohe Schlagzahl der ersten Viertelstunde gut mitgehen. Die Angriffskonzepte funktionierten, und jedes Tor von Bremervörde wurde im Gegenzug durch eine schnelle Mitte der Habenhauser beantwortet. „Die ersten Fehler des Gegners konnten wir dann zur zwischenzeitlichen Führung nutzen“, resümierte Kühn, „was danach allerdings folgte, spottet jeder Beschreibung.“

Weder vorne noch hinten konnte Habenhausen das umsetzen, was sich das Team vorgenommen hatte. In der Defensive verloren die Spieler etliche Zweikämpfe, boten den Gegnern zu viel Raum am Kreis und hatten untereinander keine Absprachen. „Im Angriff trafen wir zudem auch noch viel zu viele Fehlentscheidungen“, fügte Kühn hinzu, „gepaart mit einer miserablen Torquote, boten wir dem Gast beinahe in jedem Angriff die Möglichkeit zum Konter.“ Ein Aufbäumen sei schlicht nicht zu erkennen gewesen, einfach nur enttäuschend“, so Kühn weiter. Den Einzigen, den der Trainer hervorheben wollte, war der A-Jugendliche Lasse Meyer, der Ende der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und trotz hohen Rückstands gekämpft und seine ersten beiden Oberligatore geworfen habe.

Trotz der neuerlichen Niederlage wehrte sich der Coach dagegen, einfach den Kopf in den Sand stecken zu wollen. „Ich bin der Letzte, der die Saison frühzeitig abschenkt“, versicherte Kühn, „wir werden weiterhin um jeden Punkt kämpfen.“ Allerdings sei auch er Realist und wisse, wie viel in den restlichen acht Saisonspielen für sein Team zusammenlaufen müsse. „Mit der gezeigten Leistung haben wir in dieser Liga auch nichts zu suchen“, bilanzierte er ehrlich.

Eine nächste Chance, das Selbstvertrauen aufzubauen und in den verbleibenden Spielen vielleicht doch noch die Wende zum Guten zu schaffen, hat der ATSV an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim SV Beckdorf – ebenfalls ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Wilhelms (5), Janssen (4), Meyer (2), Meier (3), Hamann, Ruthke (2), Klün (1), Stüven (5), Krüger, Cagliani, Nowakowsky.

Bericht geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 01.02.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.


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