Mrz 2018 05

Dezimierter ATSV Habenhausen unterliegt Minden II mit 23:34

Bremen. Die Stimmung war bei den Drittliga-Handballern des ATSV Habenhausen nach der 23:34-Heimniederlage gegen den TSV GWD Minden II gedämpft. Nach dem ersten Saisonsieg in Schalksmühle wollten sie unbedingt den ersten Heimerfolg gegen die Bundesliga-Reserve folgen lassen. Die Zeichen standen trotz der einwöchigen Spielpause ganz klar auf Revanche für die demütigende 29:45-Hinspielniederlage, bei der Minden zwei junge Bundesligaspieler eingesetzt hatte.

Und dann das: Im Team ging die Grippewelle um. Rechtsaußen Hauke Marien musste, statt gegen den Achtplatzierten zu spielen, das Bett hüten. Mannschaftsführer Björn Wähmann und Spielmacher Janik Schluroff konnten nur angeschlagen ins Spiel gehen. „Da hast du schon einen kleinen Lauf, und dann grätscht dir die Grippe dermaßen rein“, sagte ATSV-Trainer Marc Winter und senkte ob der bitteren Umstände den Daumen nach unten. Sein Mitstreiter auf der Bank, Lars Müller-Dormann, nickte.

MIT ACHT TOREN HABENHAUSENS ERFOLGREICHSTER SCHÜTZE: MARCEL FISCHER. FOTO: KARSTEN KLAMA

Dennoch hielten die Hausherren im ersten Spielabschnitt länger mit GWD Minden mit und lagen, beflügelt von einigen klasse Paraden von Olaf Abshagen im Tor, bis zum Treffer von Miro Schluroff sogar mit 10:8 vorne (18.). Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Habenhauser Reservebank aber zum Durchgangslager, denn reihenweise mussten sich Spieler auswechseln lassen, um wieder Kraft für neue Taten zu tanken.

„Wir mussten im zehn- bis 15-minütigen Rhythmus wechseln, das konnten wir nicht kompensieren“, sagte Marc Winter über das zunehmend muntere Treiben an der Wechselmarkierung. Das sollte nicht ohne negative Folgen bleiben, denn Minden profitierte von der einsetzenden Konzentrationsschwäche beim Gegner und nahm einen 18:13-Vorsprung mit in die Pausenbesprechung. Nach dem 18:20 von Miro Schluroff (39.) lief beim Schlusslicht überhaupt nichts mehr zusammen, sodass die Gäste binnen sieben Minuten auf 24:18 enteilten. Die Kraft zu einer Aufholjagd hatte Habenhausen nicht mehr. „Schade, denn mit fitter Truppe hätten wir diesen Gegner schlagen können“, war Marc Winter überzeugt.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Ruthke, Fischer (8), B. Wähmann (3), Monroy, Nowakowsky, Stüven (3), J. Schluroff (3), M. Schluroff (3), M. Wähmann (3), Ostermann, L. Schluroff

Bericht geschrieben von Olaf Kowalzik, entnommen am 05.03.2018 aus dem Weser-Kurier


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