Mrz 2018 19

Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen unterliegen bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen knapp mit 29:30.

Bremen. Als Martin Nowakowsky zwei Minuten vor Ende der Begegnung in der Handball-Oberliga der Männer zwischen der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und dem ATSV Habenhausen II den Ausgleich zum 28:28 für die Gäste erzielte, durfte das Team um seinen besten Werfer Marco Wilhelm (14 Tore/4 Siebenmeter) noch auf einen Punkt hoffen. Allerdings kassierte Jonas Rohländer direkt danach eine umstrittene Zwei-Minuten-Strafe, die die Gastgeber zum glücklichen 30:29 (19:15)-Heimsieg nutzten.

„Ich denke, das Spiel passt zu dieser gesamten Saison“, resümierte ATSV-Coach Julian Kühn nach der Schlusssirene, „wir haben wieder viele Ausfälle kompensieren müssen und hatten nicht die nötige Konstanz, um in dieser ausgeglichenen Liga mit vielen erfahrenen Mannschaften mithalten zu können.“ Nach der Niederlage sei aus seiner Sicht der Weg in die Verbandsliga vermutlich vorgezeichnet. „In den letzten fünf Spielen werden wir trotzdem noch einmal alles geben“, zeigte Kühn sich aber kämpferisch.

Kühn bastelte schon unter der Woche an der Mannschaft. Flemming Stüven, Basti Klün und Christian Janssen waren im Urlaub, und somit ging es darum, überhaupt spielfähig zu sein. Dank der Unterstützung der Dritten Herren und einiger A-Junioren bekamen die Gäste 13 Spieler zusammen, die in dieser Konstellation noch nie zusammen trainiert oder gespielt hatten. „Trotzdem haben alle Aushilfen einen tollen Job gemacht“, sagte der Trainer, „für viele war es das erste Spiel auf diesem Niveau.“

Bis auf die Anfangsminuten ging der Großteil der ersten Hälfte an Schwanewede. „Vorne haben wir unser Konzept nicht überlegt ausgespielt“, sagte Kühn, „und vorne waren zu sehr von Marcos individueller Klasse abhängig.“ In der Deckung verloren die Gäste viele Zweikämpfe und standen auf den Außenbahnen wiederholt offen. In der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild. Beide Teams offenbarten Schwächen in der Defensive, die Angriffsbemühungen waren auf beiden Seiten Stückwerk. Zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen machten dem ATSV das Leben zusätzlich schwer. „Nach Martins Ausgleich kassierten wir eine Zeitstrafe, die uns letztlich zum Verhängnis wurde“, erläuterte Kühn. Schwanewede ging im folgenden Angriff in Führung, und der ATSV konnte seine letzte Chance zum Ausgleich nicht mehr nutzen.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Grieme, Hamann, Krüger, Häusler, Wilhelms (14/4), Meyer (1), Helbig (2), Meier (4/2), Ruthke (3), Rohländer (2), Brandt (1), Nowakowsky (2)

Bericht geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 19.03.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.

 


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