Apr 2018 16

Dem ATSV Habenhausen bleibt nur noch eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt.

Bremen.War es das mit dem Klassenerhalt des ATSV Habenhausen in der dritten Handball-Liga? Lars Müller-Dormann, der Trainer der erneut sieglosen Mannschaft, antwortete darauf nach der 28:35 (12:18)-Heimniederlage gegen die SG Menden Sauerland Wölfe mit einem alten Franz-Beckenbauer-Spruch: „Schau’n mer mal …“

Fakt ist, dass seine Mannschaft nach dieser folgenschweren Niederlage definitiv drei Siege aus den letzten drei Partien benötigt, um überhaupt noch eine Chance auf den eventuell rettenden drittletzten Rang zu haben. Schuld daran ist der direkte Vergleich, der bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet.

MIT VOLLER WUCHT: DOCH AM ENDE IST AM SONNTAG ERNEUT NUR EINE NIEDERLAGE FÜR JANIK SCHLUROFF UND CO. HERAUSGEKOMMEN.

Und den haben die Bremer gegen die fünf Punkte besser dastehende Bundesliga-Reserve Lemgos eben verloren, die auch noch das deutlich leichtere Restprogramm vor der Brust hat. Die zweite Chance wäre, noch mit dem Viertletzten TuS Volmetal gleichzuziehen, bei dem der ATSV Habenhausen am kommenden Sonnabend antreten muss. Die Sauerländer wiederum dürfen dann aber aus ihren letzten drei Begegnungen keinen einzigen Zähler mehr holen.
„Das Positive ist, dass wir noch zweimal auswärts ran müssen“, witzelte „Dodo“ Müller-Dormann vor dem durchaus ernsten Hintergrund. Seine Mannschaft ist nämlich auswärts seit drei Spielen ungeschlagen, hat dafür aber zu Hause nur drei mickrige Punkte geholt, darunter das 38:38 gegen Volmetal.
Da wirkte am Sonntag der Auftakt gegen die Sauerländer Wölfe aus Menden recht hoffnungsvoll, als Janik Schluroff (2) und Mirco Wähmann binnen sechs Minuten für die 3:0-Führung der Bremer sorgten. Das anschließende Time-out der Gäste warf die Hausherren jedoch sofort wieder aus der Bahn: Während sich die Wölfe nun in der Abwehr zerrissen und den ATSV knallhart und kompakt, aber clever attackierten, ließ dieser sich davon komplett aus dem Rhythmus bringen.
„Der große Unterschied war, dass Menden uns mit seinen Tempogegenstößen überrannt hat“, stellte der ATSV-Coach nach dem Spiel ernüchtert fest. Dadurch drehten die Gäste den Spieß in diesem  Abstiegsduell schon drei Minuten später zum 4:3 um, das 9:9 von Janik Schluroff sollte das letzte Unentschieden in dieser Begegnung gewesen sein.
Das lag auch daran, dass die Weiß-Blauen nicht so geschickt verteidigten wie die Gäste. Dadurch kassierte Habenhausen im ersten Durchgang sieben Zeitstrafen, was über 12:14 zu einem 12:18-Halbzeitrückstand führte. Für den Kreisläufer Marcel Fischer war die Begegnung sogar schon nach 19 Spielminuten aufgrund der dritten Hinausstellung frühzeitig beendet.
Dadurch blieben die Meisterehrungen von fünf Habenhauser Jugendteams in der Halbzeitpause das einzig Erfreuliche aus Bremer Sicht. „Meine Außen haben zu wenig getroffen, insgesamt war unsere Fehlwurfquote zu hoch“, bilanzierte Lars Müller-Dormann. Da half auch die gute Leistung seines Schlussmannes Daniel Sommerfeld nicht  weiter. Nach dem 17:21 riss die Tuchfühlung zum Gegner über 17:26 völlig ab.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Wessels, Sommerfeld; Ruthke, Marien (2), Fischer (2), B. Wähmann (6/1), J. Schluroff (5), M. Schluroff (4), M. Wähmann (5), Ostermann (2), L. Schluroff, Müller (2).

Entnommen am 16.04.2018 aus dem Weser-Kurier.

 

 


Impressum |
Datenschutzerklärung | Powered by Testroom