Apr 2018 16

ATSV Habenhausen verliert 24:25

Bremen. Nach der bitteren 24:25 (10:13)-Heimniederlage gegen den TV Neerstedt haderte der Trainer der Oberliga-Handballer vom ATSV Habenhausen II mit dem Schicksal. „Es ist jetzt bereits das dritte Spiel in Folge“, ärgerte sich Julian Kühn, „das wir in den letzten Minuten noch verlieren.“ Das sei trotz des bereits feststehenden Abstiegs nach Abpfiff auch deutlich zu spüren“ gewesen. Der Großteil der Mannschaft habe nach der Schlusssirene noch lange konsterniert auf der Bank ausgeharrt. „Ich denke“, grübelte Kühn, „das ist das Schicksal eines Tabellenletzten, der aufgrund der Negativerlebnisse in den entscheidenden Momenten nicht mehr das nötige Selbstbewusstsein hat, ein Spiel für sich entscheiden zu können“.

Das Spiel fing ausgeglichen an, beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab und taten sich in ihren Angriffsbemühungen gleichermaßen schwer. Neerstedt störte mehrfach früh und überaus effektiv die Offensive der Gastgeber, und der ATSV um Top-Werfer Marco Wilhelms (acht Tore/ein Siebenmeter) kam vor allen Dingen im Zentrum immer weniger zum Zuge. Einfache Ballverluste nutzte der Gast zu leichten Kontertoren. „Unsere Abwehr war vor allem auf der rechten Seite zu passiv und gestattete dem starken Neerstedter Linksaußen immer wieder einfache Würfe“, resümierte Kühn enttäuscht. Die Gäste um ihren besten Schützen Mario Reiser (6) setzten sich dementsprechend bis zur Pause ab, ohne spielerisch überzeugen zu können.

Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm der ATSV Habenhausen II Fahrt auf, Thorben Hamann im Tor steigerte sich kontinuierlich und der Kampfgeist wurde geweckt. Wilhelms brachte sein Team mit Schlagwürfen heran, anschließend wogte das Spiel hin und her. Die ATSV-Abwehr stabilisierte sich mit der Umstellung, Neben Wilhelms lieferte auch Bastian Klün (4) am Kreis eine gute Partie ab. Dann offenbarten die Gastgeber in den entscheidenden Minuten große Löcher im Abwehrzentrum. Die Gäste gingen eineinhalb Minuten vor Ende in Führung, Leon Grieme (2) sorgte mit einem Gewaltwurf unter die Latte für neue Hoffnung (59.) – doch Neerstedt verwandelte die letzte Chance zum Sieg.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Wilhelms (8/1), Janssen (3), Grieme (2), Krüger, von der Heyde, Meyer, Monroy, Noowakowsky, Meier (3/1), Ruthke (2), Klün (4), Stüven (2).

Entnommen am 16.04.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser


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