Apr 2018 09

Die ersatzgeschwächten Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen II unterliegen dem Tabellenzweiten VfL Edewecht knapp mit 28:30.

Bremen. In der Partie in der Handball-Oberliga der Männer beim Spitzenteam vom VfL Edewecht wollten die Spieler des ATSV Habenhausen II zeigen, dass die bisherige Punktausbeute von sechs Zählern den wahren Leistungsstand der Bremer nicht wirklich widerspiegelt. „Wir wollen trotz des besiegelten Abstiegs beweisen, dass wir Oberligapotenzial haben“, erläuterte ATSV-Coach Julian Kühn nach der bitteren 28:30 (14:15)-Auswärtsniederlage beim VfL Edewecht. Trotz engagierter Leistung blieb es allerdings wieder nur beim „gut mitspielen“, bilanzierte Kühn enttäuscht. Die Bremer um Top-Torschütze Marco Wilhelms (zehn Tore/acht Siebenmeter) waren mit 13 Mann angereist. Während der frisch gebackene Familienvater Lukas Meier ausfiel, meldete sich Thomas von der Heyde nach Erkrankung zurück, musste aber geschont werden. Lasse Meyer (A-Jugend) und Fabian Schilling (3. Herren) komplettierten den Kader.

„Wir kamen nur schleppend in die Partie“, erklärte Kühn, „Edewecht erzielte zunächst einfache Tore, während wir uns im Angriff selten durchsetzen und die ersten Treffer per Siebenmeter erzielen konnten.“ Zwei Akteure der Gastgeber machten dem ATSV das Leben besonders schwer: Kreisläufer Kai Schildknecht (8) verschaffte sich am Torraum regelmäßig Platz und sicherte nahezu jeden Abpraller, Linkshänder Renke Bitter (8) traf aus dem Rückraum wiederholt mit Distanzwürfen über die Abwehrmitte. „Nach dem schweren Beginn haben wir frühzeitig die Deckung geöffnet“, erklärte Kühn, „und kamen besser ins Spiel.“ Torhüter Nils Wilshusen war erneut eine Bank und auch die Angriffe wurden nun zwingender. Vor allem die Hereinnahme von Leon Grieme im Rückraum machte sich bezahlt. „Leon sicherte er uns viele Siebenmeter“, lobte der Coach, „dazu traf er selbst dreimal.“ Bis zur Pause entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem sich der ATSV bis auf ein Tor an den neuen Tabellenzweiten herankämpfen konnte. Nach Wiederbeginn ging es emotional weiter, per Strafwurf glich Wilhelms zunächst zum 17:17 aus (35.). „Leider konnten wir in der gesamten Partie niemals in Führung gehen“, ärgerte sich Kühn. Während Bitter und Schildknecht weiter trafen, schlossen die Bremer zu schnell ab oder trafen nicht, sodass sich Edewecht knapp acht Minuten vor Spielende entscheidend absetzen konnte (28:23). „Trotzdem haben wir Charakterstärke bewiesen und blieben bis zum Schluss bissig“, betonte Kühn. Die Umstellung auf Manndeckung brachte den ATSV noch einmal auf ein Tor heran, aber Edewecht konnte die Zeit herunterspielen und siegte knapp. „Riesiges Kompliment ans Team“, so Kühn, „alle Spieler haben Charakter bewiesen und hätten einen Punkt mehr als verdient gehabt.“

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Wilhelms (10/8), Janssen (3), Grieme (3), von der Heyde, Meyer, Ruthke, Krüger, Klün (4), Stüven (3), Schilling (2), Nowakowsky (3).

Bericht geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 09.04.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser.


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