Mai 2018 07

Habenhausen II verliert in Elsfleth.

Bremen. Torjäger Marco Wilhelms wurde geschont, um der dritten Mannschaft des ATSV Habenhausen im Kampf um den Klassenerhalt in der Bremer Handball-Landesliga zu unterstützen – doch nicht nur der Top-Torjäger der Oberliga-Handballer fehlte ATSV-Coach Julian Kühn bei der 24:29 (12:14)-Auswärtsniederlage beim Elsflether TB. Lediglich acht Feldspieler sowie ATSV-Torhüter Nils Wilshusen nahmen vor dem Anpfiff auf der Brmer Bank Platz. „Dadurch fehlten mir natürlich die Wechsel-Optionen“, konstatierte der Coach, der sich für sein letztes Spiel als ATSV-Verantwortlicher dennoch einmal einen Sieg gewünscht hatte. „Leider war dieses Spiel von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt“, erläuterte der Trainer, „und meine Spieler haben letztlich einfach zu viele gemacht, um meinen Wunsch zu erfüllen.“
Es sei aus Sicht von Julian Kühn „ein typisches Spiel zwischen dem Sechsten und dem Vorletzten“ gewesen, in dem den Gästen um ATSV-Top-Torschützen Lukas Meier (sieben Tore/ein Siebenmeter) gegen Ende auch die Kraft und die nötige Konzentration gefehlt hätten. „Wir waren in heiklen Situationen einfach nicht clever genug“, monierte Kühn, „sodass sich Elsfleth bereits Mitte der ersten Halbzeit schon deutlich absetzen konnte.“ Den 5:8-Rückstand (16. Spielminute) konnte der ATSV II bis zur Pause zwar noch reduzieren, mit Wiederbeginn schlichen sich im Spiel der Gäste allerdings zunehmend leichte Fehler ein, durch die die kampfstarken Hausherren in regelmäßigen Abständen zu schnellen Gegenstößen und leichten Toren kamen.
„Bei uns haperte es einfach am Spielfluss“, bemängelte Kühn, „kamen wir doch einmal gefährlich vor das gegnerische Tor, trafen wir mehrfach falsche Entscheidungen und hatten große Probleme beim Torabschluss.“ Die Unsicherheit seitens des bereits feststehenden Absteigers sei in erster Linie an einer Tatsache festzumachen gewesen: „Ganz oft haben die Spieler versucht, die Verantwortung auf den Nebenmann abzugeben“, so Kühn, „dadurch zog der eine den anderen mental mit hinunter und alle miteinander waren schließlich dermaßen verunsichert, sodass wir den Vorsprung einfach nicht mehr aufholen konnten und auch in dieser Höhe verdient verloren haben.“
ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Janssen (3), Grieme (2), Meyer (3), Meier (7/1), Ruthke (2), Stüven (4), Krüger (2), Monroy (1).

Geschrieben von Christian Markwort, entnommen am 07.05.2018 aus dem Stadtteil-Kurier Links der Weser. 


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