Sep 2018 13

Habenhauser Handballer sind nach 28:21-Sieg über Delmenhorst Oberliga-Spitzenreiter

Habenhausen. Die Handballer des ATSV Habenhausen haben die Tabellenspitze in der Oberliga Nordsee der Männer mit 4:0 Punkten übernommen. Die Südbremer setzten sich bei ihrer Heimspielpremiere mit 28:21 (13:10) gegen den Aufsteiger HSG Delmenhorst durch.

Auch wenn der Gipfelsturm nach zwei Spieltagen absolut keine Aussagekraft hat und die Drittliga-Mitabsteiger VfL Fredenbeck und OHV Aurich mit den Habenhausern Schulter an Schulter von der Ligaspitze aus grüßen, beruhigt das zumindest schon einmal die Nerven. Schließlich hat der ATSV ja auch einen kleinen Umbruch hinter sich gebracht – und seine Spieler waren beim Heimspielaufgalopp vor 230 Zuschauern durchaus etwas angespannt gewesen. Das entlud sich spätestens beim Siegerfoto für die verschiedenen sozialen Medien, als es in der Kabine beim Jubelschrei noch etwas lauter zuging.

Die ersten zehn Spielminuten verliefen ganz nach dem Geschmack der Hausherren, da sie aus einer sicheren Abwehr heraus über Mirco Wähmann, Hauke Marien (2) und Lukas Ole Müller zu einem schnellen 4:1-Vorsprung kamen. „Das hat uns sofort die nötige Sicherheit gegeben“, stellte der ATSV-Trainer Matthias Ruckh fest.

Seine Mannschaft hatte die spielbestimmenden Delmenhorster Fino Oetken (7/3 Tore) und Tim Coors (3) gut abgeschirmt und auch die Abwehr nicht von den Kreuzbewegungen der Niedersachsen auseinanderreißen lassen. Sie profitierten aber auch zweifelsohne davon, dass den Gästen noch einige Spieler verletzungsbedingt fehlten.

Andererseits hatten die Südbremer von den Fehlern des 22:21-Zittersieges in Bremervörde gelernt. Sie standen in der Abwehr viel aufmerksamer, erkämpften sich wesentlich mehr Abpraller und schalteten auch von der Abwehr in den Angriff sichtbar schneller um. 
Einzig die Chancenverwertung ließ beim ATSV Habenhausen viele Wünsche offen, denn er vergab allein schon vor dem Seitenwechsel zehn freie Hochkaräter. „Es kann aber auch nicht gleich alles perfekt laufen“, zeigte sich Matthias Ruckh mit seinem Team nachsichtig. „Normalerweise hätte Habenhausen da schon 20:8 führen müssen“, gab der Delmenhorster Trainer Jörg Rademacher zu.

Die Realität sah anders aus: Der ATSV Habenhausen kassierte den Anschlusstreffer zum 5:4 und setzte sich danach durch Lukas Ole Müller bis auf 11:6 ab (21.). Zwischendrin hatte sich selbst der ATSV-Keeper Daniel Sommerfeld mit dem Treffer zum 8:5 in die Torschützenliste eingetragen (17). Denn als die Gäste während einer Zeitstrafe das personelle Ungleichgewicht im Angriff ausgleichen wollten und deshalb ihren Schlussmann vom Feld nahmen, um ihn durch einen weiteren Feldspieler zu ersetzen, schleuderte ihnen der Bremer Torwart das Leder nach einem HSG-Ballverlust aus dem eigenen Sechsmeter unbedrängt ins Netz. Beim 13:10-Vorsprung zugunsten des Gastgebers wurden die Seiten gewechselt.

„In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft dann besser gespielt und die Vorgaben gut umgesetzt“, resümierte der ATSV-Coach zufrieden. Er nutzte die Chance und probierte obendrein einige verschiedene Abwehrformationen aus, mit denen er ausnahmslos zufrieden war. Seine Mannschaft setzte sich nach dem 14:12 durch den Dreierpack von Björn Wähmann auf 17:12 ab, nach dem 22:16 von Tim Steghofer waren die Fronten schließlich endgültig geklärt (48.).

Am Sonntag steht um 17 Uhr das erste Topspiel beim OHV Aurich an, der traditionell vor einem sehr großen Publikum spielt. „Keiner erwartet von uns, dass wir dort gewinnen. Deshalb können wir nur Spaß am Publikum und dem Spiel haben“, freut sich Matthias Ruckh auf die bevorstehende schwere Aufgabe.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld (1), Abshagen; Fischer, B. Wähmann (8/4), Meier, Schluroff (1), M. Wähmann (4/2), Rojahn, Schäfer (3), Marien (6), Müller (2), Feller (1), Steghofer (2).

Weser-Kurier vom 13.09.2018 – von Olaf Kowalzik


Impressum |
Datenschutzerklärung | Powered by Testroom