Sep 2018 06

Habenhausen II 29:25 beim TvdH

Bremen.Mit der ersten Halbzeit war Philipp Grieme überhaupt nicht einverstanden. „Wir haben uns das Leben durch viele undisziplinierte Aktionen in der Defensive selber schwer gemacht“, haderte der neue Trainer der Verbandsliga-Handballer des ATSV Habenhausen II nach dem letztlich ebenso deutlichen wie verdienten 29:25 (14:16)-Auswärtssieg beim TvdH Oldenburg. Unnötige Zeitstrafen sowie die Rote Karte gegen ATSV-Akteur Christian Janssen (23. Spielminute) führten dazu, dass die Gastgeber in Durchgang eins fortwährend in Führung lagen, und die Gäste um ihren besten Werfer Marc Krüger (sieben Tore/ein Siebenmeter) ständig einem Rückstand hinterher laufen mussten.

Vor allen Dingen Oldenburgs Rückraumspieler Nerdin Vunic (6) traf in den ersten 30 Minuten förmlich nach Belieben – bis sich ATSV-Coach Grieme mit Beginn der zweiten Hälfte dazu entschloss, den erfahrenen Torjäger in Manndeckung „und damit mehr oder weniger aus dem Spiel“ (Grieme) zu nehmen. „Durch die vielen Unterzahl-Situationen haben wir in der ersten Halbzeit unnötig viel Kraft lassen müssen“, grantelte Grime, der in der Pause allerdings die richtigen Worte gefunden zu haben schien. Er ermahnte seine Spieler, „besonders im Mittelblock besser miteinander zu kommunizieren,m um den Angriff der Oldenburger schon im Ansatz zu ersticken“,verdeutlichte Grieme. Seine Worte fanden augenscheinlich Gehör, mit Wiederbeginn stellte sich die ATSV-Defensive deutlich besser auf, konzentriert und körperbetont ging die Abwehr nun zu Werke und kam durch schnelles Umschaltspiel regelmäßig zu Tempogegenstößen und erzielte denn auch die nötigen Treffer. „Wir hatten plötzlich die nötige Ruhe in unserem Spielaufbau“, präzisierte der Trainer, „und fanden vor dem gegnerischen Tor die Lücken, um unsere Tore zu erzielen.“

Ausgleich per Doppelpack

Ein Doppelpack von Bastian Klün sorgte direkt nach Wiederanpfiff der unsicher agierenden Referees für den Ausgleich zum 16:16 (32.), dennoch setzten sich die Oldenburger im Anschluss auf zeitweise bis zu vier Tore ab (22:18/40.). Grieme nutzte eine Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bringen,k die Mannschaft spielte nun deutlich konzentrierter und glich durch den treffsicheren Roberto Cagliani zunächst aus (22:22/44.). In der hektischen Schlussphase flatterten bei beiden Mannschaften die Nerven, besonders die Siebenmeter fanden nur noch selten den Weg ins Tor. Habenhausen fand allerdings schneller wieder zu seinem Rhythmus, ging knapp zehn Minuten vor Schluss in Führung und gab diese bis zur erlösenden Schlusssirene auch nicht mehr ab. „Aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ist der Sieg absolut verdient“, versicherte Philipp Grieme, der den gelungenen Saisonstart anschließend ausgiebig im Kreise seiner Spieler feierte.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Janssen, Schilling (1), Schäfer (3), von der Heyde, Marz (1), Hamann, Ruthke (6), Klün (2), Stüven (1), Krüger (7), Rohländer, Cagliani (5), Nowakowsky (3).

Geschrieben von Christian Markwort, erschienen im Weser Kurier am 06.09.2018 

 


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