Okt 2018 25

Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen zeigen gute Moral, unterliegen dem TV Neerstedt aber mit 23:26

Bremen.Lars Röwer war direkt nach der Schlusssirene ziemlich geknickt. „Wir haben dieses Spiel heute in der ersten Halbzeit verloren“, konstatierte der Trainer der Oberliga-­Handballerinnen des ATSV Habwenhausen nach der bitteren 23:26 (13:14)-Heimniederlage gegen den TV Neerstedt, „weil wir in der Abwehr eigentlich im gesamten Spiel überhaupt keinen Zugriff gefunden haben und es einfach viel Kraft kostet, ständig einem Rückstand hinterher laufen zu müssen.“

Die Gastgeberinnen um Top-Angreiferin Sabine Peek (zehn Tore/fünf Siebenmeter) starteten verheißungsvoll und führten schnell mit 3:1 (sechste Spielminute). Nach dem Ausgleich der Gäste zum 5:5 durch Delia Mathieu (12.) versuchte Röwer in einer ersten Auszeit, mehr Ordnung in seinen Abwehrbund zu bekommen. „Die Spielerinnen haben in den ersten 30 Minuten eher als Einzelkämpferinnen agiert“, bemängelte der Trainer, „von einer geschlossenen Deckung waren wir leider immer wieder weit entfernt.“ Dennoch gestalteten die Habenhauserinnen das Spiel über weite Strecken ausgeglichen und haderten am Ende vor allen Dingen mit ihrem Wurfpech. „Es waren bei uns leider zahlreiche Bälle dabei, die vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld gingen, während Neerstedt etwas mehr Glück im Abschluss hatte“, so Röwer.

Nachdem sich das Team bis zur Pause auf einen Zähler heran gekämpft hatte, verlief die Anfangsphase des zweiten Durchgangs noch ausgeglichen, erst ab der 39. Minute konnten sich die Gäste schließlich wieder auf zwei Tore absetzen (19:17). „Dann zog sich unser Wurfpech wieder wie ein roter Faden durch die Schlussphase“, erläuterte Röwer, „es war schlicht nicht unser Tag.“ Erneut stellte der Coach in der Abwehr um, das Spiel verlief anschließend „auf Augenhöhe“ (Röwer), doch in der Schlussphase setzten sich die Gäste um ihre beste Werferin Wiebke Kieler (7) letztlich vorentscheidend auf drei Tore ab und ließen sich diesen Vorsprung letztlich nicht mehr aus der Hand nehmen.

„Die Mädels haben eine tolle Moral an den Tag gelegt“, sagte der enttäuschte Trainer, „allerdings haben sie zu spät mit der Aufholjagd begonnen, sodass wir einfach nicht mehr genug Zeit hatten, den Ausgleich noch zu erzielen, der eigentlich drin und aus meiner Sicht durchaus auch verdient gewesen wäre.“ Letztlich sei das Team aber am eigenen Unvermögen gescheitert, nun gelte es für das Kellerkind der Oberliga, im direkten Vergleich mit Schlusslicht GW Mühlen (Sonnabend, 27. Oktober, 19 Uhr) zwei Punkte gegen den drohenden Abstieg zu holen. „Wir werden in den nächsten Spielen alles in die Waagschale werfen“, versicherte Röwer, „vom Potenzial her ist bei uns eine Menge mehr drin, als wir in Neer­stedt gezeigt haben – und das müssen wir ab sofort in jedem Spiel abrufen, dann bin ich auch ganz fest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden.“

ATSV Habenhausen: Beisch; Holtz, Nerker, True (1), Köster (4/1), Lange (1), Kumpf Zumpe, Burwinkel, Peek (10/5), Wefer (2), Heidorn (3), Leder (2).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 25.10.2018


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