Okt 2018 15

ATSV-Handballer gewinnen dank 13 Wähmann-Toren in Schwanewede, Grambke gegen Elsfleth ohne Chance

Bremen. Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen konnten auch von über 400 lautstarken Zuschauern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen nicht vom Einzug in die dritte Pokalrunde Niedersachsen/Bremen abgehalten werden. Sie setzten sich beim klassentieferen Verbandsligisten mit 36:25 durch. Der Landesligist SV Grambke-Oslebshausen schied zu Hause erwartungsgemäß mit 25:43 gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter Elsflether TB aus. Bei den Frauen zogen die beiden Oberligisten SV Werder Bremen II (36:15 über Oberligist MTV Tostedt) und SG Findorff (29:28 beim Landesligisten HSG Bützfleth/Drochtersen) in die dritte Runde ein. Die findet für sie am 22./23. Dezember statt.

Die Rückkehr der Habenhauser Matthias Ruckh, Lukas Feller, Fabian Rojahn, Kai Rudolph und Daniel Sommerfeld an ihre ehemalige Wirkungsstätte mobilisierte in Schwanewede die Massen. Die Bremer ließen sich vom Spektakel in der Halle zunächst nicht beeindrucken und setzten sich über 7:3 klar auf 11:6 (15.). „Danach haben wir uns zu viele kleine Fehler geleistet“, bemängelte der ATSV-Trainer Matthias Ruckh, dessen Team immer häufiger am HSG-Torwart Rene Steffens scheiterte. Als der Gast vier Minuten vor der Pause den ersten Ausgleich (15:15) kassierte, schwoll der Lärmpegel in der so genannten „Heidehölle“ gen Flugzeuglärm an.

Bis zum 21:21 stand das Spiel auf des Messers Schneide (40.), danach setzte sich der überlegene Bremer 6:0-Abwehrblock mit dem immer besser haltenden Daniel Sommerfeld im Tor durch. Außerdem spielte der Drittliga-­Absteiger seine konditionellen Vorteile aus. Gestützt auf den gut aufgelegten Rückraumschützen Mirco Wähmann und den Kreisläufer Kai Rudolph, der neben seinen acht Toren auch noch drei Siebenmeter herausholte, setzte sich der Gast vorentscheidend auf 30:21 ab (53). Neben der Freude über das Weiterkommen in die nächste Runde, die am 17./18. November stattfinden wird, versüßten dem Ruckh-Team 205 Euro an Pokaleinnahmen den Abend. Den ließ die Mannschaft mit einem Stühlerücken bei der Physiotherapeutin Jessica Buchholz angenehm ausklingen.

Die Tore für den ATSV Habenhausen warfen Mirco Wähmann (13/6), Kai Rudolph (8), Hauke Marien (4), Tim Steghofer, Yannick Schäfer, Björn Wähmann (je 2), Marcel Fischer, Felix Meier, Janik Schluroff, Lukas Ole Müller und Lukas Feller (je 1).

Die Landesliga-Männer des SV Grambke-­Oslebshausen hatten gegen den Oberliga-Absteiger Elsflether TB nicht den Hauch einer Chance. Die Gelb-Blauen hielten bis zum 9:12-Rückstand mit den Niedersachsen mit, über 9:17 und 14:29 war die Messe für sie dann frühzeitig gelesen. „Ich bin lediglich mit der Anfangs- und der Schlussviertelstunde meiner Mannschaft zufrieden“, kommentierte der SVGO-Spielertrainer Holger Langer die Begegnung. Dazwischen hatte seine Mannschaft zu viele Fehler produziert, die der schnell aufspielende Klub aus der Wesermarsch zu reichlich Toren nutzte. Beim SVGO zeigten die Rückraumspieler Pascal Hinrichs, Philip Schmidt und Kamil Arkulary eine gute Leistung, am Kreis gefiel Adrian Rüttjerott.

Die Tore für den SV Grambke-Oslebshausen warfen Pascal Hinrichs (5), Kamil Arkulary, Adrian Rüttjerott, Igor Hergert (je 4), Philip Schmidt, Melvin Bülow (je 3) und Nino Feldermann (2).

Das Gastspiel der Findorffer Oberliga-­Frauen beim letztjährigen Ligarivalen HSG Bützfleth/Drochtersen (Landesliga) war an Dramatik nicht zu überbieten. Im ersten Durchgang sah alles nach einem Überraschungssieg der Niedersachsen aus, die nach der 6:2-Führung mit einem 15:9-Vorsprung in die Halbzeitbesprechung gingen. „Danach haben meine Spielerinnen die Sache ernster ­genommen, kaum noch technische Fehler ­gemacht und Tor um Tor aufgeholt“, war 
die SGF-Trainerin Corinna Wannmacher mit dem zweiten Durchgang ihrer Mannschaft zufrieden. Obwohl Jule Rump das Blatt per Doppelschlag zum 28:26 wendete, mussten die Gäste bis zur Schlusssekunde um ihren Sieg bangen.

Der war an Kuriosität nicht zu überbieten, da die Findorffer „Füchse“ das Leder beim 28:27 30 Sekunden vor Schluss wegen Zeitspiels verloren. Als Merle Drost dann auch noch neun Sekunden vor Ultimo den Abstand bei einem Freiwurf angeblich nicht einhielt, setzte es für sie die rote Karte und für den Gegner einen Strafwurf. Bützfleth nutzte die große Chance zum Ausgleich (28:28). Die Bremerinnen schleuderten den Ball nur noch zum sofortigen Anwurf nach vorne, direkt hinter der Mittellinie zog Madita Woltemade ab und traf mit dem Schlusspfiff zum viel umjubelten 29:28 Erfolg.

Die Tore für die SG Findorff warfen Jule Rump (7), Madita Woltemade (6), Jessica Radziej (5), Kristin Klein (4), Nele Messer (3), Katrina Wessels, Tessa Burmeister (je 2).

Keine 18 Stunden nach ihrem Punktspielsieg über die HSG Hude/Falkenburg brachte den Oberliga-Frauen des SV Werder Bremen II ein 22-minütiger Sturmlauf den deutlichen 36:15-Pokalerfolg über den niedersächsischen Oberliga-Dritten MTV Tostedt ein.

Die Grün-Weißen waren sofort mit 0:4 ins Hintertreffen geraten, bevor die schon nach fünf Minuten genommene Auszeit ihres Trainers Radek Lewicki allmählich fruchtete. Die Gastgeberinnen überrannten Tostedt nach dem 6:7-Rückstand mit einem 18:0-Run bis zum 24:7 (37.), damit waren die Fronten schnell geklärt. „Das eine super Teamleistung“, betonte Radek Lewicki fest.

Die Tore für den SV Werder Bremen II warfen Marieke Heilmann, Naomi Conze (je 8), Renée Tebje (5), Imke Nübel, Hanna Ferber-­Rahnhöfer, Pia Döpke (je 3), Michaela Stahlkopf, Marie Majewski, Fenja Schultz (je 2).

„Wir haben uns zu viele kleine Fehler geleistet.“

ATSV-Trainer Matthias Ruckh

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 15.10.2018


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