Okt 2018 01

Frauen spielen 22:22 in Schüttorf

Bremen. Keine Frage, vier Niederlagen zum Saisonstart haben bei den Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen schon Spuren hinterlassen, doch der jüngste Auftritt beim FC Schüttorf 09 brachte der Mannschaft von Trainer Lars Röwer eine wichtige Erkenntnis: „Wir können es noch.“ Dabei schrammten die Habenhauserinnen beim 22:22 (10:13) zwar knapp am ersten Sieg vorbei, doch der Spielverlauf zeigte, dass die Moral stimmt. 42 Sekunden fehlten den Bremerinnen am Sieg. Schüttorfs Jacqueline Hessemer zerstörte mit ihrem Treffer zum Ausgleich die Träume vom ersten doppelten Punktgewinn.

„Wir können mit dem einen Punkt aber auch gut leben. Das Spiel war so ausgeglichen, dass wir zwar knapp hätten gewinnen können, doch wir hätten auch ebenso gut verlieren können“, sagte ATSV-Trainer Lars Röwer. Das sahen sicherlich auch die Gastgeberinnen so, dennoch legten sie nach dem Schlusspfiff Einspruch gegen die Wertung des Spiel ein. Was war passiert? Wenige Sekunden vor Schluss sprang Christine Köster in vollem Lauf der Ball gegen den Fuß.

Nach den neuen Regeln muss der Ball bei Abpfiff sofort freigegeben und abgelegt werden. Das tat Köster auch, doch den Schüttorfer Verantwortlichen ging das zu langsam und sie intervenierten wegen Zeitverzögerung. „Ich denke aber, da wird nichts nachkommen. Auch der Schiedsrichter hat das ganz klar so gesehen“, sagte Röwer.

Bis dahin zeigten die Habenhauserinnen eine insgesamt starke Partie, auch wenn sie neben den Langzeitverletzten diesmal auch noch auf die beiden beruflich verhinderten Leistungsträgerinnen Sabine Peek und Kim-Anna Heidorn verzichten mussten. Röwer hatte darum Theresa Nerker aus der A-Jugend und Karina Schiege aus der zweiten Mannschaft eingesetzt, die beide ihre Sache sehr gut machten, Nerker krönte ihre Leistung sogar mit einem Tor.

Dennoch lag der ATSV nach dem Halbzeitrückstand erst einmal mit sechs Treffern hinten (18:12 /38.). Doch mit einer starken kämpferischen Leistung holten sie Tor um Tor auf und übernahmen sogar beim 20:19 (5.) wieder die Führung. Ein echtes Happy End blieb ­ihnen dann aber doch verwehrt.

ATSV Habenhausen: Bohlen, Holtz (5/1), True (5), Nerker (1), Köster (3/1), Lange (1), Kumpf (2), Wefer (4), Schieke, Leder (1).

Geschrieben von Rainer Jüttner, veröffentlicht im Weser Kurier am 01.10.2018

 


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