Okt 2018 25

Habenhauser Oberliga-Handballer kommen zu Hause gegen Edewecht nicht über ein 25:25 hinaus

„Das setzt uns jetzt natürlich mehr unter Druck, wir dürfen uns nun keinen Ausrutscher mehr erlauben“, betont der ATSV-Coach. Ihm war zwar klar, dass seinem Team in dieser Saison mit den Mit-Absteigern aus Aurich und Fredenbeck heiße Konkurrenz an die Seite gestellt wurde, trotzdem wollten die Habenhauser in der Tabelle oben mitmischen und am Ende der Serie sehen, was dann noch für sie möglich ist.

Matthias Ruckh hatte das Unheil gegen den VfL Edewecht sehr früh kommen sehen. „Eigentlich hätten wir schon 4:0 führen müssen“, sagte er bereits nach fünf Spielminuten zu seinem Co-Trainer Axel Siemer ob der vergebenen Torchancen seines Teams. Die Realität sah anders aus, denn seine Mannschaft hatte bis dahin gegen die Gäste nur ein mickriges 1:0 durch den Treffer von Mirco Wähmann geschafft. Auch, weil den Blau-Weißen in den Aktionen die letzte Konsequenz fehlte. „Diese Inkonsequenz und die fehlende Genauigkeit müssen wir uns am Ende ankreiden lassen“, sagte der Habenhauser Trainer.

Zunächst wirkte sich das noch nicht so aus, da sich die Hausherren auf 7:3 absetzten und den Gegner auch beim 11:6 von Fabian Rojahn gut im Griff hatten (21.). Bis dahin hatte es der ATSV Habenhausen zweifelsohne verkraftet, dass von seinen sechs Rückraumspielern zwei angeschlagen waren und Yannick Schäfer urlaubsbedingt fehlte. Dafür war Mirco Wähmann im Angriff zu gut aufgelegt, der in der Liga-Torschützenliste mit 45 Treffern den dritten Rang einnimmt.

Trotzdem konnte Lukas Feller seinem Team mit einer Oberschenkelzerrung nicht so helfen wie erhofft. Bei Björn Wähmann war man davon ausgegangen, dass er mit seinen Problemen in der Wurfarmschulter vielleicht nur zehn Minuten zum Einsatz kommen würde. Der Routinier hielt jedoch das ganze Spiel durch und stellte zusammen mit Fabian Rojahn in der Abwehr einen guten Innenblock.

Das verhinderte aber nicht, dass die Niedersachsen nach dem 12:8 von Janik Schluroff eine katastrophale elfminütige Habenhauser Torflaute nutzten, um das Blatt zum eigenen 14:12 Vorsprung zu wenden (36.). „Wir haben den VfL Edewecht durch unsere eigenen Fehler wieder stark gemacht“, kommentierte der ATSV-Trainer die wiederholte Schwächephase seiner Spieler.

Nichtsdestotrotz schien die Begegnung auch diesmal wieder den erfolgreichen Lauf der vergangenen Wochen zu nehmen, in denen der ATSV Habenhausen nach dem Seitenwechsel stets alles klargemacht hatte. Diesmal wurde es jedoch keine Kopie davon, auch wenn Lukas Ole Müller zum 15:15 ausglich und Mirco Wähmann, Hauke Marien, Björn Wähmann sowie Lukas Ole Müller für den Zwischenspurt vom 18:17 zum 22:17 sorgten. Das 24:19 von Kreisläufer Kai Rudolph war der letzte Fünf-Tore-Vorsprung der Bremer, die nach dem 25:21 von Björn Wähmann in den letzten fünf Spielminuten keinen einzigen Treffer mehr zustande brachten.

Fünf Zeigerstriche vor dem Abpfiff gelang den Gästen schließlich der befürchtete Ausgleich, als der drittliga-erfahrene Edewechter Torben Lemke im Rückraum hochstieg und den Aufsetzer in die Maschen des ATSV-Keepers Olaf Abshagen zum 25:25-Endstand setzte. „Vielleicht war das für uns alle der richtige Weckruf, dass wir uns in dieser Saison nicht ausruhen können und dürfen“, sagte Matthias Ruckh. „Wenn wir uns solche Aussetzer im nächsten Heimspiel am Sonnabend um 19.15 Uhr gegen das Schlusslicht SV Beckdorf erlauben, dann wird es wieder daneben gehen.“ Immerhin steht den Südbremern dann mit Yannick Schäfer wieder ein weiterer Rückraumspieler zur Verfügung.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Ruthke, Fischer (1), B. Wähmann (3), Meier, Schluroff (1), M. Wähmann (10/3), Rojahn (1), Marien (2), Rudolph (1), Müller (5), Feller, Steghofer (1).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 25.10.2018


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