Nov 2018 05

Habenhausen kassiert unnötiges 24:29 beim TuS Rotenburg

Seine Mannschaft kam damit überhaupt nicht klar und geriet sofort in einen Negativstrudel, der in einem 2:8-Rückstand gipfelte (12.). Schon da hatte der konterstarke Rotenburger Torjäger Lukas Misere sechs seiner insgesamt 15 Treffer erzielt. Natürlich hätte Matthias Ruckh seine Spieler unter der Woche anders auf diese Begegnung vorbereiten und im Training gänzlich auf die „Backe“ verzichten können. „Man macht aber aus solch einer Mannschaft nicht innerhalb von einer Woche lauter Akteure, die auf einmal ohne Baumharz spielen können“, betont der Bremer Trainer. Er wäre mit den 24 erzielten Toren im Angriff sogar zufrieden gewesen, blöderweise bekam sein gewohnt abwehrstarkes Team aber diesmal in der Deckung nicht den richtigen Zugriff auf den Gastgeber. „Wir haben einfach nur schlecht verteidigt, eine normale Deckungsleistung hätte vermutlich schon zum Sieg gereicht“, meinte Ruckh.

Foto: Olaf Kowalzik

So hatte beim Drittliga-Absteiger nur der Routinier Björn Wähmann eine solide Leistung gezeigt, während die übrigen Spieler weit hinter ihren gewohnten Möglichkeiten zurückgeblieben waren. Trotzdem kämpften sich die Gäste wieder an den TuS Rotenburg heran und waren beim 11:12, 12:13 und 13:14 (jeweils von Björn Wähmann) auf Tuchfühlung (33.). Danach wollten die Südbremer das Spiel jedoch mit Gewalt biegen, sie erlaubten sich dadurch einige Fehler und fielen über 13:16 auf 19:26 zurück (51.). Nach dem Unentschieden vor zwei Wochen zu Hause gegen Edewecht bescherte das Habenhausen die nächsten unnötigen Punktverluste. Den Kopf nun in den Sand zu stecken, kommt für die Bremer jedoch nach nicht einmal einem Drittel der Saison überhaupt nicht infrage. „Wir wollen dem OHV Aurich bewusst machen, dass wir weiter in Schlagdistanz bleiben“, will Matthias Ruckh den Druck auf den Spitzenreiter möglichst lange weiter beibehalten.

Dazu muss seine Mannschaft am Sonntag (11. November) unbedingt den Mit-Absteiger VfL Fredenbeck um 17 Uhr am Bunnsackerweg in die Schranken weisen, der mit sechs Minuspunkten belastet selbst stark unter Erfolgsdruck steht. Das Ruckh-Team könnte sich mit einem Sieg nicht nur für die Rotenburg-Leistung rehabilitieren, sondern auch einem Mitbewerber im Kampf um die Top-Platzierungen den nächsten Tiefschlag versetzen.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld, Wessels; Fischer, B. Wähmann (10/3), Meier (1), Schluroff (1), M. Wähmann (2/1), Rojahn, Schäfer (2), Marien, Rudolph (3), Feller (1/1), Steghofer (4).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 05.11.2018


Impressum |
Datenschutzerklärung | Powered by Testroom