Nov 2018 15

Handball-Verbandsligist schlägt Barnstorf/Diepholz II 28:27 und unterliegt Horneburg 32:34

Bremen.In der Handball-Verbandsliga der Männer hält der ATSV Habenhausen nach einem 28:27 (13:11)-Sieg gegen die HSG Barnstorf/Diepholz II sowie einer mehr als ärgerlichen 32:34 (13:13)-Niederlage gegen den VfL Horneburg weiter den Anschluss an die Tabellenspitze. „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir die erfahrenere Mannschaft sind und dass sich das zum Ende hin unser Vorteil werden wird“, erläuterte ATSV-Trainer Philipp Grieme nach dem Heimsieg gegen Barnstorf und fügte nach der Pleite gegen Horneburg hinzu, „dass wir uns eigentlich vorgenommen hatten, alle drei Heimspiele zu gewinnen“. Im ersten Spiel hätte sein Team noch Glück gehabt, „vielleicht waren wir heute einfach mal dran“, so Grieme nach der Partie gegen Horneburg. Schon in Neerstedt, in Wilhelmshaven „und auch am Donnerstag sind wir immer noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, bilanzierte Grieme nach Spielende.

Der ATSV kam gegen die HSG Barnstorf/Diepholz zunächst gut ins Spiel und es schien, als ob Barnstorfs Angreifer gegen die stabile ATSV-Abwehr zunächst überhaupt keinen Stich bekämen. Nach etwa 20 Minuten wurden die Gäste aber stärker „und wir verpassten es, den Sack frühzeitig dicht zumachen und auf sieben oder acht Tore wegzuziehen“, ärgerte sich Grieme. Stattdessen stand es nach deutlicher 6:2-Führung des ATSV (14. Spielminute) plötzlich nur noch 8:5 (23.), letztlich retteten sich die Gastgeber gerade noch mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeit.

In Halbzeit zwei ließen die Hausherren plötzlich den nötigen Biss missen, die Spielfreude schien wie weggeblasen und auch die Einsatzbereitschaft war aus Sicht des Trainers zu gering. Dadurch entwickelte sich  ein Spiel auf Messers Schneide, Jonas Rohländer (2) spielte laut seines Trainers „einen guten Part in Abwehr und Angriff“, ebenso Kyan Petersen (1), der im Rückraum „eine gute Partie gespielt“ habe.

ATSV-“Aushilfe“ Ingmar Zimmermann (Torhüter der dritten Mannschaft) parierte kurz vor Schluss noch einen freien Ball. „Wir kommen schlecht aus der Halbzeit und rennen plötzlich einem Rückstand hinterher“, skizzierte Grieme, „meine Auszeit musste ich dementsprechend schon früh nehmen. „Dort habe Grieme den Spielern oben erwähnte Worte auf den Weg mitgegeben – und sollte Recht behalten.

ATSV Habenhausen II: Zimmermann, Hamann; Schliing, von der Heyde, Klün, Stüven, Wilhelms (5), Marz (2), Meier (6/4), Ruthke (3), Krüger (2), Rohländer (2), Cagliani (1), Petersen (7).

Gegen den VfL Horneburg bekamen die Gastgeber VfL-Linkshänder Timo Meyn (elf Tore) kaum in den Griff, selbst nach der Umstellung auf eine 5+1-Deckung kamen die Gäste wiederholt über ihn zum Erfolg. Gegen den Aufsteiger gestaltete sich ein Spiel auf Augenhöhe, Roberto Cagliani warf sich im Angriff aufopferungsvoll in die Zweikämpfe, auch Youngster Sönke Marz wurde in der heißen Phase des Spiels in die Verantwortung genommen „und hat seine Sache gut gemacht“, lobte Grieme. Die Einstellung war deutlich besser als gegen Barnstorf, „aber mir werfen die Außenspieler zu viele Tore“, haderte Grieme.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Schilling, Häusler, Wilhelms (9/1), Marz (1), Ruthke (4), Klün (1), Krüger (1), Stüven (1), Rohländer (5), Cagliani (6), Petersen (1), Nowakowsky (3).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 15.11.2018


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