Nov 2018 29

Handball-Verbandsligist hält nach dem glücklichen 24:23-Auswärtssieg beim VfL Fredenbeck II den Kontakt zur Spitze

Bremen.Die Begegnung in der Handball-Verbandsliga der Männer zwischen dem VfL Fredenbeck II und dem ATSV Habenhausen II war sicher nichts für zartbesaitete Gemüter. Erst mit einem Doppelschlag in den letzten beiden Spielminuten durch Martin Nowakowsky und den wieder einmal verlässlichen ATSV-Torjäger Marco Wilhelms konnte sich das Gäste-Team um ATSV-Coach Philip Grieme denkbar knapp mit 24:23 (11:13) durchsetzen – und den Kontakt zur Spitzengruppe damit halten. „Ich denke, „sinnierte Grieme nach der Schlusssirene zufrieden, „die entscheidende Phase waren die letzten sechs Minuten der ersten Hälfte, in der wir drei Tore in Folge werfen  und die Fredenbecker nicht davon ziehen lassen.“

In einem Spiel auf Augenhöhe liefen die Gäste zunächst von Beginn an einem Rückstand hinterher. Marco Wilhelms und vor allen Dingen der Stark aufspielende Lukas Schäfer im Rückraum hielten die Gäste in der ersten Hälfte allerdings im Spiel. „Wir taten uns in der Offensive sehr schwer gegen eine starke 3-2-1-Deckung der Hausherren“, skizzierte Grieme den Spielverlauf in Durchgang eins. Auch der ATSV verteidigte in seiner 6:0-Deckung lange Zeit aufmerksam, „leider fehlte uns hinten dann die letzte Konsequenz in der Verteidigung“, haderte Grieme etwas, „sodass die Fredenbecker häufig über ihren Linksaußen zum Erfolg kommen konnten.“

Foto: Nils Conrad

In der zweiten Halbzeit verteidigen die Gäste aus Sicht ihres Trainers dann allerdings „richtig gut“ und hatten erst mit Nils Wilshusen und im zweiten Teil der zweiten Hälfte schließlich mit Thorben Hamann auch noch einen starken Rückhalt im Tor. Mit lediglich zehn Gegentoren im zweiten Durchgang sei Grieme dennoch „mehr als zufrieden, besonders, wenn man bedenkt, dass wir sechs Minuten davon in Unterzahl spielen mussten“. Es war ein hart umkämpftes, „aber nicht überhart geführtes“ (Grieme) Verbandsligaspiel, in dem Habenhausen bis zum Ende ruhig geblieben ist, um das Spiel dann drei Minuten vor Ende durch Martin Nowakowsky und Marco Wilhelms doch noch zu seinen Gunsten zu drehen. „Meine Jungs haben richtig gut gekämpft“, lobte der Trainer, „und hatten zum Schluss vielleicht etwas mehr Glück als die Fredenbecker.“

Knapp sieben Sekunden vor Ende nahm Grieme – ähnlich wie am vorherigen Spieltag in Neerstedt – seine letzte Auszeit, um noch mal etwas Ruhe hineinzubekommen. „Wir scheinen aus der Situation in Neerstedt gelernt zu haben“, freute sich Grieme, „und haben die letzten Sekunden souverän runter gespielt.“ Am kommenden Sonnabend, 1. Dezember (19.15 Uhr), empfängt der ATSV II den Elsflether TB in eigener Halle. „Ich erwarte ein richtiges Spitzenspiel zwischen zwei klasse Handballmannschaften“, lud Grieme zum Besuch in die Halle am Bunnsackerweg ein.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Wilhelms (8/3), Schilling, Janssen (1), Marz, Schäfer (5), Ruthke, Meier (4), Klün (2), Cagliani (1), Stüven, Rohländer, Nowakowsky (3).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 29.11.2018


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