Nov 2018 12

Habenhausen gewinnt 26:23

Bremen.Der unerwartet deutliche 35:20-Erfolg gegen die SG Findorff am vergangenen Spieltag hat den Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen offensichtlich den Weg gewiesen: Mit einem 36:23 (13:12)-Auswärtssieg beim Wilhelmshavener SSV hat das Team von ATSV-Trainer Lars Röwer wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden – und sich gleichzeitig bei einem direkten Konkurrenten zwei wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesichert. „Die Spielerinnen haben gegen Findorff gemerkt, dass wir in jedem Spiel etwas holen können“, freute sich der Coach, „das hat ihnen eine Menge Selbstvertrauen gegeben und die Köpfe frei gemacht.“

Nachdem die Gäste um ihre torgefährliche Abwehrchefin Sabine Peek (zwölf Treffer/sechs Siebenmeter) zunächst etwas holprig in die Partie starteten und erst einmal einen Rückstand aufholen mussten (2:4/6. Spiel­minute), setzten sie den Plan ihres Trainers nach dem Führungstreffer durch Maike Leder (2) zum 5:4 (13.) nahezu perfekt um.

 „Wir wollten aus einer sicheren Defensive heraus mit viel Tempo und Zug zum gegnerischen Tor spielen“, erläuterte Röwer, „bis auf einige wenige Phasen des Spiels ist uns das hervorragend gelungen.“ Wiederholt stießen die Gäste in die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr hinein und schlossen die geduldig ausgespielten Angriffe mit der nötigen Konsequenz ab. Erst kurz vor der Pausensirene schlich sich erstmals ein kleiner Schlendrian ein, der ATSV verspielte eine komfortable Führung (12:8/25.) und rettete sich letztlich mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.

Nachdem Kapitänin Christine Köster den ATSV wieder mit zwei Toren in Führung bringen konnte, benötigte ihre Mannschaft erneut einige Zeit, um wieder in Fahrt zu kommen. „In einigen Situationen haben die Spielerinnen vielleicht zu lange nachgedacht“, versuchte sich Röwer an einer Erklärung, „deshalb haben wir viele Bälle in aussichtsreicher Position weggeworfen.“ Es entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, Wilhelmshaven nutzte die Fehler der Gäste und ging seinerseits in Führung (20:19/43.). „Wir waren plötzlich unkonzentriert“, monierte der Trainer, „haben uns schließlich aber selbst wieder aus diesem Loch heraus geholt.“ Mit einem fulminanten Endspurt setzte sich der ATSV noch verdient durch.

ATSV Habenhausen: Bohlen; Beisch, L. Burwinkel, Holtz (6), True (1), Köster (5), Lange, Peek (12/6), A. Burwinkel, Leder (2).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 12.11.2018


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