Dez 2018 06

Oberliga-Handballerinnen verlieren 26:34 gegen Oldenburg III und schweben weiter in Abstiegsgefahr

Bremen.Es trafen förmlich zwei Welten aufeinander: Im Heimspiel in der Handball-Oberliga der Frauen hatten die abstiegsbedrohten Spielerinnen des ATSV Habenhausen mit dem derzeit Tabellensechsten vom VfL Oldenburg III eine große Herausforderung zu meistern – und schweben nach der deutlichen 26:34 (10:18)-Pleite weiter in akuter Abstiegsgefahr. „Wir waren über weite Strecken des Spiels einfach zu mutlos“, bilanzierte ATSV-Trainerin Deniza Karametovic nach Spielschluss enttäuscht, „waren in eigentlich sämtlichn Mannschaftsteilen zu apathisch und haben somit verdient verloren.“

Von Beginn an fanden die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Christine Köster (neun Tore/drei Siebenmeter) nicht in ihren Rhythmus, besonders in der Defensive packten die Spielerinnen nicht richtig zu, sondern ließen den VfL um Top-Angreiferin Toni-Luisa Reinemann (10/2) mehr oder weniger ungefährdet nach Belieben schalten und walten. „Die Spielerinnen hatten vermutlich  noch die jüngsten Ergebnisse in ihren Köpfen“, versuchte sich die Trainerin an einer Erklärung für den desolaten Auftritt ihres Teams.

Foto: Nils Conrad

Während der ATSV überhaupt nicht ins Spiel fand, dominierten die mit zahlreichen A-Jugend-Bundesligaspielerinnen angetretenen Gäste Spiel und Gegner und führten bereits frühzeitig mit 4:0 (4.). „Wir wollten aggressiv und offensiv verteidigen“, erläuterte Deniza Karametovic, die den verhinderten ATSV-Coach Lars Röwer im Gespann mit Lara Nicolai an der Seitenlinie verrat. Das allerdings funktionierte überhaupt nicht, Oldenburg vergrößerte den Vorsprung bereits innerhalb der ersten 25 Minuten auf teilweise bis zu zwölf Tore (16:4/23.) und ging schließlich mit einem sehr komfortablen Vorsprung in die Kabine.

Während die Gäste auch nach der Pause nahtlos an die starke Leistung der ersten 30 Minuten anknüpfen konnten, stellte sich bei den Habenhauserinnen zunehmend eine tiefe Enttäuschung ein, „weil wir schnell merkten, dass heute nichts zu holen sein würde“, wie die Trainerin erklärte. Es fehlte der letzte Wille, den Rückstand aufzuholen, wiederholt vergaben die Gastgeberinnen aussichtsreiche Torgelegenheiten geradezu fahrlässig. Während einer Auszeit appellierte die maßlos enttäuschte Trainerin an die Ehre ihrer Spielerinnen und versuchte, deren Stärken in den Fokus zu rücken. „Wir haben leider nie an unsere eigenen Stärken glauben können“, resümierte Karametovic, „das müssen wir in der kommenden Woche ganz dringend und sehr deutlich ansprechen und die vielen Fehler ganz genau analysieren.“

Im zweiten Abschnitt holten die Habenhauserinnen dann zwar mit starken zehn Minuten etwas auf und verkürzten den Rückstand zwischen der 45. und 55. Spielminute auf acht Tore (21:29 /55.), davon allerdings zeigten sich die zwar jungen, aber überaus talentierten und dennoch erfahrenen Gäste gänzlich unbeeindruckt und ließen sich den Erfolg letztlich nicht mehr aus den Händen nehmen. Für den ATSV Habenhausen bietet sich nun im letzten Spiel vor der Winterpause bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS  Petersfehn (Sonnabend, 8. Dezember, 17.30 Uhr) die Gelegenheit, die schlimme Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis wenigstens etwas positiver ausklingen zu lassen.

ATSV Habenhausen: Bohlen, Zumpe; Holtz (1), True (4), Köster (9/3), Beisch (1), Lange (2), Peek (4/2), Wefer (1), Heidorn (4), Leder, Setzer.

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 06.12.2018


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