Dez 2018 17

Oberligist ist am Sonnabend Gastgeber des Final Four und will vor eigenem Publikum unbedingt ins Endspiel

Die beiden Finalisten des erlesenen Oberliga-Teilnehmerfeldes dürfen sich außerdem über die Qualifikation für den DHB-Amateurpokal freuen, der bei einem erfolgreichen bundesweiten Durchmarsch bis zum Final- Four-Vorspiel nach Hamburg führt. Wer das schließlich auch noch gewinnt, der darf im „großen“ DHB-Pokal zusammen mit den Bundesligisten starten.

Die Zuschauer in Habenhausen kommen schneller zu ihrer Belohnung: Neben den sportlich reizvollen Begegnungen der vier Oberligisten bekommt jeder Ticketkäufer einen Glühwein obendrauf spendiert. Außerdem ist dafür gesorgt, dass bei der Veranstaltung selbst der Magen nicht zu kurz kommt. „Eine kleine Überraschung für die Zuschauer wird es beim Einlaufen unserer Mannschaft auch noch geben“, verspricht der ATSV-Trainer Matthias Ruckh.

Beim ATSV-Kapitän Björn Wähmann steigt die Vorfreude auf das Event von Tag zu Tag. „In den ersten Runden ist der Pokal eine Qual, da man sich dort gegen vermeintlich schwächere Mannschaften nur blamieren kann“, verrät er. „Aber jetzt hab‘ ich richtig Bock darauf!“ Sein Kreisläufer Marcel Fischer stimmt ihm sofort zu: „Das Finale ist eine tolle Sache, hier stimmt die Qualität und die Attraktivität der Gegner.“

Die Südbremer scharren sicherlich auch deshalb mit den Hufen, weil sie am vergangenen Wochenende aufgrund einer Doppelbelegung in ihrer Halle spielfrei waren. Ab diesen Montag zieht der Drittliga-Absteiger die Zügel im Training wieder deutlich an. Ruckh hatte sich derweil das freie Wochenende mit Videostudien seines Halbfinalgegners HF Helmstedt-Büddenstedt (Anpfiff 15 Uhr) um die Ohren geschlagen, um seinen Spielern diverse Angriffs- und Abwehrsequenzen zurechtschneiden zu können.

Mit dem erst vor wenigen Partien verpflichteten Ex-Zweitligaspieler Matthias Rudow auf der Angriffsmitte sowie der torhungrigen Flügelzange Pascal Koitek und Tim Bolecke weist der niedersächsische Tabellensiebte einiges an Qualität auf. „Wir wollen natürlich gewinnen, unser Ziel ist das Finale“, betont der ATSV-Coach. Er will seinen Heimvorteil unbedingt nutzen. Im zweiten Halbfinale trifft der souveräne Nordseeliga-Spitzenreiter OHV Aurich auf den niedersächsischen Vierten, Sportfreunde Söhre (16.30 Uhr), die vom Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher trainiert werden.

Danach wünschen sich die Habenhauser um 18.30 Uhr nur allzu gerne ein Endspiel gegen ihren Ligarivalen aus Aurich. „Mit dem OHV haben wir noch eine Rechnung offen“, verweist Björn Wähmann auf die 25:34-Punktspielklatsche in Ostfriesland, bei der er selbst gefehlt hatte. „Wir wollen zeigen, dass mit uns in der laufenden Saison noch zu rechnen ist“, sinnt Marcel Fischer ebenfalls auf die Revanche. „Ja, ein positiver Abschluss des Jahres wäre schon schön“, meint Matthias Ruckh. „Unsere Punkte in der Tabelle beschreiben ja beileibe nicht das, was wir investiert und wie wir uns entwickelt haben.“

Überhaupt hatten seine Spieler am Jahr 2018 bislang wenig Freude gehabt. Die Habenhauser stiegen aus der dritten Liga ab und laufen ihrem großen Rivalen OHV Aurich in der Nordseeliga schon sieben Punkte hinterher, die Neuzugänge aus Schwanewede/Neuenkirchen mussten wiederum den Abstieg aus der Oberliga verdauen. Einzig bei den Rückkehrern aus Hastedt ist es anders, denn das Pokalfinale hatten Tim Steghofer und Yannick Schäfer schon im vergangenen Jahr gewonnen. Schäfer wird diesmal jedoch aus privaten Gründen fehlen.

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 17.12.2018


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