Mrz 2019 14

Handball-Verbandsligist ATSV Habenhausen II verliert mit 22:29 bei der HSG Barnstorf/Diepholz II

Bremen. Die unnötige 22:29 (10:15)-Auswärtsniederlage in der Handball-Verbandsliga der Männer bei der HSG Barnstorf/Diepholz II dürfte die Ambitionen des ATSV Habenhausen II in Bezug auf eine tabellarische Verbesserung des derzeit Viertplatzierten erheblich beeinträchtigt haben. Während sich ATSV-Torjäger Marco Wilhelms (neun Tore/sechs Siebenmeter) ein inoffizielles Fernduell mit HSG-Kontrahent Nils Mosel (9) lieferte, zeigten sich seine Mitspieler zum Leidwesen von ATSV-Trainer Philipp Grieme dagegen deutlich weniger effektiv und kehrten nach einem einseitigen Spiel mit leeren Händen in die Hansestadt zurück. Während sich die Gäste sowohl in Angriff als auch Abwehr sehr schwer damit taten, Zugriff auf das Spiel zu bekommen, agierten die Gastgeber clever und verschleppten das spiel, so oft sie nur konnten. 

„Sie haben sich bei sämtlichen Aktionen immer sehr viel Zeit gelassen“, haderte Grieme, „was uns aus dem Konzept brachte und letztlich zur Niederlage führte.“ Allerdings seien seine Spieler auch nicht immer mit der richtigen Einstellung zu Werke gegangen, „vermutlich, weil es für uns im Grunde genommen um nichts mehr geht“, wie Grieme verärgert mutmaßte.

Weder die kompakte 6:0-Deckung in Durchgang eins, noch der Wechsel auf die 5:1-Deckung zu Beginn der zweiten 30 Minuten habe etwas an der desolaten Vorstellung seiner Mannschaft geändert, vor allen Dingen HSG-Torjäger Nils Mosel war zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu bekommen. „Ich habe schließlich Lukas Meier auf links gestellt“, skizzierte Grieme seine letzte Maßnahme, „aber Mosel war heute einfach zu clever für unserer Defensive.“

Damit seine Spieler in den noch ausstehenden sieben Begegnungen bis zum Saisonende wieder mit mehr Dampf ins Spiel gehen, formulierte der Coach nun ein neues Saisonziel: Wir wollen Dritter werden“, so seine Vorgabe, „und wenn wir unsere Hausaufgaben vernünftig erledigen, können wir Neerstedt ordentlich unter Druck setzen.“

Beginnen sollten seine Spieler damit am besten direkt schon beim kommenden Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV II  (Sonnabend, 16. März, 19.15 Uhr). „Mit einem Sieg wären wir wieder voll im Rennen“, so die Hoffnung des ATSV-Trainers, „und könnten die Spielzeit noch einigermaßen zufriedenstellend beenden.“ Von den verbleibenden Spielen seien seiner Einschätzung nach lediglich die Auswärtsspiele beim VfL Horneburg und bei der SG Achim/Baden II „eine schwierige Herausforderung“ (Grieme), „in den übrigen Spielen müssen wir eigentlich nur unsere durchaus vorhandene Qualität abrufen, um zu gewinnen.“ Es sei „eine Sache der Einstellung“, so Grieme, „unterschätzen dürfen wir keinen Gegner, aber verstecken müssen wir uns ganz sicher auch nicht.“

 ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Schäfer, Rohländer, Hamann, Cagliani, Schilling (1), von der Heyde (1), Janssen (2), Schilling (2), Stüven (2), Meier (2), Ruthke (3), Wilhelms (9/6).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 14.03.2019

 


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