Mrz 2019 11

Habenhauser 37:22 über Beckdorf
Bremen. Siege an Geburtstagen, die gehen bei den Oberliga-Handballern des ATSV Habenhausen offenbar immer. Eine Woche, nachdem die Blau-Weißen das Wiegenfest ihres Co-Trainers Axel Siemer mit dem Amateurpokal-Finaleinzug vergoldet hatten, versüßten sie jetzt auch den 24. Geburtstag ihres Spielmachers Janik Schluroff. Sie überreichten ihm mit dem 37:22 (18:9)-Auswärtssieg beim abstiegsgefährdeten Vorletzten SV Beckdorf beide Zähler sicher verpackt.
Für die Gäste war es eine Reise ins Ungewisse, da die Niedersachsen direkt vor der Partie zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Trainer gefeuert hatten. „Da war niemandem so richtig klar, was da im Spiel wirklich passieren würde“, sagte der ATSV-Trainer Matthias Ruckh. Er verwies auf die 26:27-Niederlage des TV Cloppenburg zwei Wochen zuvor an derselben Stelle, mit der die Hamburger Vorortler sogar noch unter ihrem alten Trainer für eine dicke Überraschung gesorgt hatten.
Soweit wollte es der ATSV Habenhausen aber gar nicht erst kommen lassen. Der musste zwar auf Linksaußen gehörig improvisieren, weil bei ihm Tim Steghofer mit Bandscheibenproblemen für unbestimmte Zeit ausfällt und auch Lukas Ole Müller aus beruflichen Problemen fehlte, aber das glichen die Alternativ-Außen Janik Schluroff und Yannick Schäfer problemlos aus. Bis zum 4:4 konnten die Hausherren das Tempo erfolgreich verschleppen, danach rauschten die Bremer über 9:4 (Mirco Wähmann/18.) zum überlegenen 18:9-Pausenstand davon. Den hatte Lukas Feller hergestellt, der sich seit Wochen auf einem Höhenflug befindet. Dieses Mal war er vor allem im Rückraum mit neun Toren glänzend aufgelegt.
Der Ausgangspunkt des Habenhauser Erfolges war jedoch eine starke Abwehr, aus der der Drittliga-Absteiger insbesondere über seine brandgefährliche zweite Welle zum Erfolg kam. Das nutzten die Flügelflitzer Janik Schluroff und Felix Meyer zu insgesamt zwölf Toren aus. Im Habenhauser Tor gefiel wiederum der sehr starke Olaf Abshagen, dem man anmerkt, dass er bis zu seinem berufsbedingten Abschied nach Stralsund noch in allen Spielen Vollgas geben will. Marcel Fischer überzeugte zu guter Letzt als starker Abwehrspieler, der auch im Angriff am Kreis die Beckdorfer Abwehr beschäftigte und somit seinen Mitspielern mehr Platz verschaffte. Die starteten auch im zweiten Durchgang über 21:11 und 27:14 erfolgreich durch.

ATSV: Sommerfeld, Abshagen; Fischer, B. Wähmann (4/2), Monroy (3/1), Meier (6), Schluroff (6), M. Wähmann (6/3), Rojahn, Schäfer, Marien (3), Feller (9), Steghofer (n.e.).

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 11.02.2019 im Weser Kurier


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