Mrz 2019 04

Habenhauser Handballerinnen unterliegen Hude und Neerstedt
Bremen. Drei Spiele innerhalb einer Woche zu absolvieren, ist für jede Sportlerin ein hartes Stück Brot – für die Handballerinnen des ATSV Habenhausen endete diese sogenannte englische Woche in der Handball-Oberliga der Frauen nach dem 28:22 (12:12)-Heimsieg gegen den FC Schüttorf zum Auftakt mit zwei empfindlichen Niederlagen, wodurch das Team weiter in akuter Abstiegsgefahr ist.
Das Auswärtsspiel bei der HSG Hude/Falkenburg begann aus Habenhauser Sicht zunächst sehr schleppend, beim Stand von 7:3 für die Gastgeberinnen (16.) appellierte ATSV-Trainerin Deniza Sommerfeld an ihre Spielerinnen, endlich den zu großen Respekt abzulegen. „Mit zunehmender Spieldauer haben sie dann gemerkt, dass Hude nervös und fahrig wird, wenn wir unser Potenzial voll abrufen und die Zweikämpfe annehmen“, resümierte Sommerfeld. Bis zur Pause hielt die Führung der Gastgeberinnen, nach Wiederbeginn baute Hude den Vorsprung zunächst sogar noch weiter aus (13:8/35.), doch angeführt von den erfahrenen Sabine Peek und Kim-Anna Heidorn setzte der ATSV schließlich zur Aufholjagd an. „Beim 16:16 hatten wir die Chance, erstmals selber in Führung zu gehen“, skizzierte Sommerfeld die dramatische Schlussphase, „haben diese allerdings leichtfertig vergeben und anschließend leider nur noch wenig Glück im Abschluss.“ Hude fing sich wieder und ließ sich den 21:19-Sieg in den Schlussminuten nicht mehr aus der Hand nehmen.
ATSV Habenhausen: Bohlen, Beisch, Zumpe, Abbes, Köster, Lange, Zumpe, Holtz, True (1), L. Burwinkel (2), A. Burwinkel (1), Peek (5/2), Wefer (5), Heidorn (3), Leder (2).

Foto: Olaf Kowalzik

Nur zwei Tage später fehlte dem ATSV im Auswärtsspiel beim TV Neerstedt nicht nur das Quäntchen Glück im Torabschluss, auch die beiden Unparteiischen hatten ihren Anteil an der bitteren 26:27 (13:14)-Niederlage gegen den unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Für gewöhnlich spreche ich nur über meine Spielerinnen“, versicherte Sommerfeld, „aber wenn sogar der gegnerische Trainer zu mir sagt, dass die Schiedsrichter im Zweifel immer zugunsten seiner Mannschaft entschieden hätten, sagt das einiges aus, finde ich.“
In einer von Beginn an kampfbetonten Begegnung lagen die Gastgeberinnen in Durchgang ein zunächst deutlich in Front, erst in der 19. Minute kam der ATSV durch einen verwandelten Siebenmeter von Sabine Peek zum 8:8-Ausgleich. „Wir haben aus einer starken Abwehr heraus mutig nach vorne gespielt“, resümierte die Trainerin, „haben uns allerdings zu viele Ballverluste geleistet, durch die Neerstedt zu einfachen Toren kam.“ Auch nach Wiederbeginn profitierten die Gastgeberinnen von Fehlern der Gäste, was Deniza Sommerfeld kommentierte: „Nicht Neerstedt hat das Spiel gewonnen“, erläuterte sie, „sondern wir haben das Spiel durch zu viele vermeidbare Fehler verloren.“

ATSV Habenhausen: Bohlen, Zumpe; Abbes, Lange, True, Wefer (1), Holtz (2), Köster (2), Rave (3), Heidorn (4), Leder (5), Peek (9/6).

Geschrieben von Christian Markwort und veröffentlicht am 04.03.2019 im Weser Kurier


Impressum |
Datenschutzerklärung | Powered by Testroom