Apr 2019 18

Habenhauser Frauen unterliegen dem TV Oyten II mit 25:39

Bremen.Im Hinspiel unterlag der ATSV Habenhausen dem TV Oyten II in der Handball-Oberliga der Frauen noch mit 13 Toren Differenz – nach der beinahe ebenso deutlichen 25:39 (14:16)-Pleite im Rückspiel muss die Mannschaft von Trainerin Deniza Sommerfeld zwei Spieltage vor Saisonende nun doch wieder um den Klassenerhalt bangen. Zwar haben die Bremerinnen derzeit als Tabellenelfter noch zwei Punkte Vorsprung auf den FC Schüttorf 09, der sich auf dem Relegationsplatz befindet, angesichts der schwierigen Auswärtspartie beim VfL Oldenburg III und dem nicht minder schweren Heimspiel zum Abschluss gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn müssen die Habenhauserinnen allerdings bis zur letzten Schlusssirene konzentriert bleiben und dürfen sich keinen Patzer erlauben.

Die erste Halbzeit gegen Oyten II verlief noch ausgeglichen, nach der Pause wurde das Spiel allerdings immer einseitiger. Mit dem Geschehen aus dem ersten Durchgang sei sie durchaus zufrieden gewesen, versicherte Deniza Sommerfeld hinterher. Lediglich Oytens beste Spielerin an diesem Tag, Nina Schnaars (zehn Tore), bekam die ATSV-Defensive kaum in den Griff. Auf der Gegenseite brillierte dafür Habenhausens Kapitänin Christine Köster (6), die ihr Team zumindest im ersten Durchgang ständig wieder heranführte und den Vorsprung der Gäste bis zur Pausensirene mit nur zwei Tore Differenz in Grenzen hielt.

Deniza Sommerfeld Foto: Markwort

Deniza Sommerfeld Foto: Markwort

Als Kim-Anna Heidorn den ATSV-Rückstand zunächst sogar auf ein Tor verkürzt hatte (15:16/31. Spielminute), schien eine Punkteteilung keine Utopie mehr zu sein. Die Gäste brachten ihren Trainer wiederholt auf die Palme, „weil es in der Defensive keine wirklichen Absprachen gab“, wie Jens Dove monierte. Daraus zogen die Gastgeberinnen auch zu Beginn der zweiten Hälfte noch ihren Nutzen, ab der 37. Minute allerdings stand die Oytener Abwehr deutlich stabiler, das Team traf vorne plötzlich förmlich nach Belieben und zog letztlich uneinholbar davon.

Dass die Gäste in den zweiten 30 Minuten von Minute zu Minute besser auf das Habenhauser Spiel eingestellt waren, spiegelte sich letztlich auch im Resultat wider. Die Oytenerinnen kamen dank ihrer konzentrierten Defensive zu diversen Tempogegenstößen und somit offensiv zu einfachen Toren. In der 44. Minute betrug die TVO-Führung erstmals zehn Tore (28:18). Als die Partie entschieden war, nahm Jens Dove in TVO-Reihen zahlreiche Wechsel vor und brachte vermehrt jüngere Spielerinnen aufs Parkett.

ATSV-Trainerin Deniza Sommerfeld hatte kurz zuvor mit einer Auszeit noch versucht, beruhigend auf ihr Team einzuwirken, allein: Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung, die Gäste zogen zeitweilig auf bis zu sieben Tore davon (28:21/56.), bis zur erlösenden Schlusssirene konnten die nun in allen Belangen unterlegenen Gastgeberinnen lediglich noch für Ergebnis-Kosmetik sorgen. In den beiden abschließenden Begegnungen gegen zwei Teams aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld benötigt Habenhausen nun mindestens einen Punkt, um den derzeit elften Tabellenplatz zu verteidigen – und damit auch in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Nordsee aktiv zu sein. „Es ist schade“, resümierte Deniza Sommerfeld nach Spielende enttäuscht, „dass wir in der zweiten Hälfte nicht an die gute erste Halbzeit anknüpfen konnten und jetzt doch noch einmal zittern müssen.“

ATSV Habenhausen: Bohlen; Beisch, Lange, Peek, Rathmann, Nerker (1), Abbes (2), L. Burwinkel (2), Heidorn (3/1), Wefer (3), Holtz (4), A. Burwinkel (4), Köster (6).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 18.04.2019


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