Apr 2019 29

Habenhausen holt mit 32:26 über Achim/Baden Vizetitel
Bremen. Die Stimmung war bei den Oberliga-Handballern des ATSV Habenhausen beim 32:26 (15:9)-Heimsieg über die SG Achim/Baden grandios. Die Halle war schon beim Einmarsch der Blau-Weißen zum Anwurfpunkt bestens gefüllt, bei dem sich die knapp 300 Zuschauer von ihren Plätzen erhoben und dem Gastgeber stehend applaudierten. Wer im Vorfeld nicht wusste, was dort gerade gefeiert wurde, dem führten das drei große Banner eindrucksvoll vor Augen. Denn sowohl vor als auch in der Halle jubelte der neue deutsche Amateurpokalsieger den Zuschauern – wie auch an der vereinseigenen Halle an der Kästnerstraße – via riesigem Transparent entgegen. „Das war noch einmal ein besonders tolles Gefühl“, freute sich der ATSV-Trainer Matthias Ruckh über den speziellen Empfang mit Gänsehaut-Atmosphäre. Das Objekt der Begierde wurde den Fans natürlich nicht vorenthalten und ihnen nach dem Abpfiff natürlich noch einmal jubelnd entgegengestreckt.

Foto: Olaf Kowalzik

Dass ihre Mannschaft dann auch noch mit dem verdienten Erfolg über die Niedersachsen die Vizemeisterschaft einfuhr, rundete den Abend richtig stimmungsvoll ab. Für Yannick Schäfer, Farasha Bassam, Victor Monroy (Ziele unbekannt), Kai Rudolph (beruflich nach Köln) und den Co-Trainer Axel „Akki“ Siemer (hört auf) hieß es zugleich, vom eigenen Publikum Abschied zu nehmen. Sie wurden mit Fotocollagen und kleinen Geschenken bedacht; der beruflich nach Rostock zurückgekehrte Schlussmann Olaf Abshagen wurde schon sechs Wochen vorher im Heimspiel gegen Rotenburg verabschiedet. Am Ende spendierte der ATSV Habenhausen seinen Fans reichlich Freibier und stand mit ihnen noch weit nach Mitternacht feiernd vor der Halle.
In den 60 Spielminuten vorher beherrschten die Blau-Weißen die SG Achim/Baden vor allem immer dann, wenn ihr Abwehrbollwerk richtig gut stand und sie ihren Rivalen mit Kontern überrollten. Zwischendurch merkte man ihnen aber auch immer wieder die mentale Müdigkeit und die körperlichen Strapazen der vergangenen Wochen an. Die Hausherren setzten sich nach dem 7:6 (18.) über 10:6 zum Seitenwechsel auf 15:9 ab, beim 19:17 wurde es für sie noch einmal etwas enger (41.). Die Entscheidung fiel in den letzten zehn Spielminuten, als der ATSV nach dem 24:22 nur noch vier Gegentore zuließ und sich über 26:22 auf 30:24 absetzte (57.).
Am kommenden Sonnabend fährt der Vizemeister noch einmal im Bus zum letzten Saisonspiel zur HSG Barnstorf/Diepholz, danach freuen sich die „Habenhauser Jungs“ nach der äußerst ereignisreichen, aber auch enorm anstrengenden Saison auf ihre hochverdiente Spielpause. In der Zwischenzeit blickt das Team auf die Auslosung der ersten DHB-Pokalrunde, in der Anfang Juni ihre Gegner gezogen werden. Es wird in der Viererrunde je ein Klub aus der ersten, zweiten und dritten Liga sein. Gespielt wird in der Turnierrunde am 17. und 18. August, die Kartenpreise für ein Wochenendticket werden voraussichtlich zwischen 15 und 30 Euro betragen. Wer sich für die Tickets im Vorfeld schon einmal registrieren möchte, der kann das im Internet auf der Homepage des ATSV Habenhausen unter www.atsvhabenhausen.de/handball/1-dhb-pokalrunde vornehmen.

ATSV Habenhausen: Bassam, Sommerfeld; P. Fischer (5), M. Fischer, B. Wähmann (6/3), Monroy (2/1), Meier (2), J. Schluroff, M. Wähmann (5/1), Stüven, Rojahn, Marien, L. Schluroff (3), Feller (5), Steghofer (4).

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 29.04.2019 im Weser Kurier.


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