Apr 2019 11

Handball-Verbandsligist unterliegt beim VfL Horneburg 32:33

Bremen. Mehrfach führte der ATSV Habenhausen II im Auswärtsspiel in der Handball-Verbandsliga der Männer beim VfL Horneburg mit zeitweise bis zu sechs Toren Differenz – letztlich musste sich das Team von ATSV-Coach Philipp Grieme dem Tabellenvierten allerdings denkbar knapp mit 32:33 (17:13) geschlagen geben. Während bei den Gästen einmal mehr Torjäger Marco Wilhelms (neun Tore/zwei Siebenmeter) zuverlässig traf, avancierte VfL-Torhüter Dennis Klingbiel vor allen Dingen in der dramatischen Schlussphase zum Mann des Tages und hielt den Erfolg mit zahlreichen Glanzparaden fest.Die Gäste begannen furios und führten schnell mit 2:0 (zweite Spielminute), ebenso schnell kam Horneburg allerdings auch zum Ausgleich (2:2/4.), anschließend wogte die Begegnung hin und her, erst Marco Wilhelms und Bjarne Tore Ruthke sorgten für einen neuerlichen Drei-Tore-Vorsprung des ATSV (8:5/12.). „Wir spielten einen konsequenten Angriff und bekamen hinten mehr Zugriff“, erläuterte Grieme. In einer intensiv geführten Partie mit insgesamt zehn Zeitstrafen und sechs gelben Karten musste Habenhausens Roberto Cagliani schließlich mit Roter Karte auch noch vorzeitig das Feld verlassen (48.). Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste nach einem verwandelten Strafwurf durch VfL-Akteur Yannick Löhden mit drei Toren in Rückstand (25:28), den die Hausherren durch eine aggressive und konzentrierte Abwehrleistung schließlich über die Zeit retten konnten.
Die zweite Hälfte begann aus Sicht der Gäste verheißungsvoll, zunächst wurde Horneburgs Jan Häusler für zwei Minuten auf die Bank geschickt – doch trotz folgender Unterzahl nutzten die Hausherren eine von mehreren Unsicherheiten in der ATSV-Defensive durch ihren treffsichersten Akteur Leonard Klingschat (8) zum 14:17-Anschlusstreffer, ehe Marco Wilhelms, Bjarne Tore Ruthke und Bastian Klün ihr Team wieder mit sechs Toren in Führung bringen konnten (20:14/34.). Dann allerdings riss beim ATSV urplötzlich der Faden, binnen knapp sechs Minuten kamen die Gastgeber zum 21:21-Ausgleich (40.), zwar gelang Marco Wilhelms per Siebenmeter direkt im Gegenzug die erneute ATSV-Führung, doch dann lief bei den Gästen kaum noch etwas zusammen. „Letztlich muss man dann aber auch sagen, dass es nicht gereicht hat, was wir in der Abwehr gespielt haben, „resümierte Grieme, „da müssen wir uns jetzt noch mal steigern.“
Kurz nachdem Roberto Cagliani noch den Treffer zum 24:25 beisteuern konnte (45.), musste er vom Feld, für die zahlenmäßig überlegenen Horneburger ergaben sich wiederholt Möglichkeiten, die sie konsequent nutzten. In der hektischen Schlussphase lag Horneburg zeitweise mit drei Toren in Führung (29:26/49.), dann scheiterte ausgerechnet der sonst nervenstarke Marco Wilhelm zweimal per Siebenmeter an Horneburgs Bestem, sorgte im Gespann mit Bjarne Tore Ruthke dennoch für Hoffnung, zumindest einen Punkt mitnehmen zu können (28:29/52.).
In den letzten Minuten kam der ATSV durch Fabian Schilling zum Ausgleich (32:32), nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Klingschat schien der Sieg zum Greifen nah. Doch trotz Unterzahl in der Schlussminute ließen die Horneburger keinen Treffer der Gäste mehr zu, sondern erzielten auf der Gegenseite 18 Sekunden vor Spielende durch Tom Peters doch noch den viel umjubelten Siegtreffer.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Marz, Häusler (2), Petersen (2), Schilling (3), Cagliani (3), Klün (4), Rohländer (4), Ruthke (5), Wilhelms (9/2).

Geschrieben von Christian Markwort un veröffentlicht am 11.04.2019 im Weser Kurier


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