Apr 2019 18

Habenhauser Männer trotzen beim 26:25 allen Widrigkeiten

Der Habenhauser Vorsprung auf den Klub aus dem Landkreis Osnabrück ist mit einem Pluspunkt zwar nur minimal, die Mannschaft von ATSV- Trainer Matthias Ruckh hat aber noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Das erste findet an diesem Donnerstag um 20 Uhr beim Tabellenzehnten VfL Edewecht statt. Am Dienstag, 23. April, folgt um 20.15 Uhr dann das Heimspiel am Bunnsackerweg gegen den Tabellenneunten TSG Hatten-Sandkrug.

Die personellen Voraussetzungen des ATSV Habenhausen waren beim Gastspiel in Bissendorf-Holte äußerst bescheiden. Es war schon schlimm genug, dass sie auf einige Urlauber verzichten mussten, noch schwerer traf die Gäste aber, dass ihnen Rechtsaußen Hauke Marien bis zum Saisonende mit einem Außenbandriss im Fuß fehlen wird. Er gesellt sich damit zu Kai Rudolph ins Habenhauser Langzeitlazarett. Dafür hat Kreisläufer Marcel Fischer mit seiner im Amateurpokalfinale in Hamburg erlittenen Verletzung Glück im Unglück gehabt, da sein Fuß zwar weiterhin geschwollen ist, die Bänder aber heile geblieben sind. Zu guter Letzt meldete sich Yannick Schäfer bei den Südbremern komplett aus dem Spielbetrieb ab.

Lukas Feller Foto: Kowalzik

Lukas Feller Foto: Kowalzik

Damit waren Trainer Ruckh acht etatmäßige Spieler übrig geblieben, die durch Bjarne Ruthke aus der zweiten Mannschaft und dem reaktivierten Schlussmann Farasha Bassam verstärkt wurden. „Ohne die drei Verletzten wäre das alles in meinem 17-er Kader kein Problem gewesen“, meinte Matthias Ruckh. So aber trainierte er mit seiner Mannschaft in der vergangenen Woche nur einmal, wobei seine Physiotherapeutin Jessica Buchholz bei den einzelnen Spielern auf die richtige Dosierung achtete.

In Bissendorf fingen die Gäste anstelle der gewohnten 6:0-Abwehr mit der 3:2:1-Formation an und schränkten damit das gefürchtete gegnerische Kreisläuferspiel sofort massiv ein. Hierbei gefiel Fabian Rojahn als starke vorgezogene Spitze, während Björn Wähmann im Innenblock überzeugte. Hinter dem Bollwerk stärkte ein wieder einmal fantastisch haltender Daniel Sommerfeld seinem Team zwischen den Pfosten maßgeblich den Rücken. Die anhaltende Euphorie des deutschen Amateurpokalgewinns trug ein Übriges dazu bei, dass sich der Drittliga-Absteiger trotz seiner enormen personellen Limitierung nach dem 7:7 über 10:7 (Fabian Rojahn/16.) bis auf 18:12 (Lukas Feller/29.) absetzte.

Anschließend hielt der ATSV Habenhausen den heimstarken Gegner bis zum 24:17 von Björn Wähmann weiter klar auf Distanz (50.). „Danach waren meine Spieler platt“, erklärte Ruckh, weshalb sich sein Team vier Konter in Folge zum 24:21 einfing (54.). Der achtfache Torschütze Lukas Feller verschaffte den Bremern mit den beiden Treffern zum 26:22 wichtige Atemluft, in den verbliebenen viereinhalb Minuten retteten sich die Gäste ins Ziel. Habenhausen verstärkt sich ab sofort mit dem Allrounder Pascal Fischer, der zuletzt beim TuS Bommern in der Verbandsliga Westfalen gespielt hat. Er hatte die Südbremer 2013 wegen seines Medizinstudiums verlassen.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Bassam; Ruthke, B. Wähmann (5/2), Meier (4), Schluroff (3), M. Wähmann, Rojahn (2), Feller (8), Steghofer (4).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 18.04.2019


Impressum |
Datenschutzerklärung | Powered by Testroom