Mai 2019 02

Habenhauser Handballerinnen verlieren in Oldenburg 24:28 – Sonntag Ausklang gegen Petersfehn

Zu Beginn schienen die Gastgeberinnen, bestückt mit zahlreichen talentierten A-Jugendlichen, die Gäste zu unterschätzen. Angeführt von der überragend aufspielenden Sabine Peek (zehn Tore/fünf Siebenmeter) ließen die Gäste den VfL kaum zur Entfaltung kommen und lagen zeitweise mit zwei Toren in Führung (11:9/17. Spielminute).

Überragend: Sabine Peek traf bei der jüngsten 24:28-Niederlage gegen den VfL Oldenburg III zehnmal für den ATSV Habenhausen. Foto: Nils Conrad

Überragend: Sabine Peek traf bei der jüngsten 24:28-Niederlage gegen den VfL Oldenburg III zehnmal für den ATSV Habenhausen. Foto: Nils Conrad

VfL-Coach Torsten Feickert versuchte anschließend mehrfach, ohne Torhüterin und dafür mit einer siebten Feldspielerin für stete Überzahl in der Offensive zu sorgen und konnte durch diesen taktischen Winkelzug schließlich mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine gehen.

„Es ist unglaublich schwierig“, erläuterte Deniza Sommerfeld, „immer wieder gegen drei Kreisläuferinnen zu verteidigen, zumal der VfL viel Qualität im Kader hat.“ Nachdem schließlich Sabine Peek per Strafwurf den 18:18-Ausgleich hergestellt hatte (32.), konnten die Gastgeberinnen anschließend einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus spielen, den das Team letztlich auch bis zur Schlusssirene zu verteidigen verstand. „Wir hatten viele erfolgreiche Einzelaktionen“, resümierte Sommerfeld, „mit denen wir Oldenburg immer wieder vor schwierige Aufgaben stellen konnten.“ Allerdings hätten die Gastgeberinnen laut Sommerfeld besonders in der „Crunchtime“ eine deutlich verbesserte Abwehrleistung an den Tag gelegt, „während bei uns die Kräfte nach einer langen und anstrengenden Saison am Schluss einfach gefehlt haben“. Besonders in der letzten Viertelstunde machte sich dieser Faktor immer deutlicher bemerkbar. Wesentlich besser auf die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste eingestellt, baute Oldenburg den Vorsprung kontinuierlich weiter aus und verließ die „Platte“ letztlich auch als verdienter Sieger.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, betonte die ATSV-Trainerin, „alle Spielerinnen haben sich bis zum Schluss in jeden Zweikampf geworfen und in ihrem letzten Auswärtsspiel in dieser Zusammensetzung eine tadellose Leistung abgeliefert.“ Nach dieser Spielzeit werde die Mannschaft von zahlreichen Abgängen betroffen sein, „deshalb werden in unserem letzten Heimspiel vermutlich die Emotionen auch unser größerer Gegner sein.“ Gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn will sich der ATSV Habenhausen am Sonntag, 5. Mai (15 Uhr), mit zwei Punkten von den Fans verabschieden, „besonders“, so Sommerfeld, „weil wir nach der unnötigen Hinspielniederlage noch etwas gut zu machen haben und uns für die Unterstützung bedanken möchten.“

ATSV Habenhausen: Bohlen; Zumpe, Lange, L. Burwinkel, True, Abbes (1), A. Burwinkel (2), Leder (2), Heidorn (2), Köster (3), Wefer (3), Holtz (5), Peek (10/5).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 02.05.2019


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