Freiwilliges soziales Jahr im Sport
Junge Menschen wollen sich engagieren und etwas bewegen!
Das FSJ im Sport bietet eine gute Chance für freiwilliges gesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung. Als Bildungs- und Orientierungsjahr vermittelt es dabei auch Einblicke in ein interessantes Berufsfeld.
Du bist zwischen 15 und 26 Jahre alt, interessierst dich für Sport, magst Kinder und Jugendliche und hast ein Jahr Zeit? Dann mach doch ein FSJ im Sport!
FSJ`ler im ATSV Habenhausen
Hallo und herzlich Willkommen!
Wir, die diesjährigen FSJ`ler, Bastian Friese und Nikola Klün freuen uns über euer Interesse und wollen uns auf dieser Seite vorstellen. Außerdem möchten wir auf diese Weise euch unseren „Job“ und die dazugehörigen Aufgaben etwas näherbringen und erklären.
Zunächst einmal zu unseren Personen.
Bastian muss im Gegensatz zu mir jeden Tag einen langen Weg auf sich nehmen, um seine vielfältigen Aufgaben des FSJ`lers in Habenhausen und Umgebung erfüllen zu können.
Sein Heimatort ist Lemwerder und liegt 30 km von Habenhausen entfernt.
Ich hingegen wohne direkt in Habenhausen und bin auch schon - seit ich denken kann - Mitglied des hiesigen Sportvereins.
Beide haben wir im letzten Jahr (2009) unser Abitur gemacht. Wobei wir sehr unterschiedliche Leistungskurse belegt haben. Technologie Metall, Mathe und Deutsch waren es bei Basti Soziologie und Biologie bei mir.
Eine weitere Gemeinsamkeit, die wir teilen, ist das Handball spielen.
Ich spiele in der 1. Damenmannschaft des ATSV und auch Bastian ist seit Beginn des FSJ Spieler der 1.Herren des Vereins.
Ein weiteres gemeinsames Hobby ist das Trainieren von Kinder- und Jugendmannschaften, welches wir auch schon vor dem Antritt des FSJ mit viel Freude ausgeübt haben.
FSJ im Sport
Warum wir auf die Idee gekommen sind, ein FSJ im Sport zu machen, ist leicht zu erklären.
Bastian ist sich schon sehr sicher, dass er nach diesem Jahr auf Lehramt studieren will. Durch das FSJ möchte er weitere Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen sammeln und Einblicke in den Schulalltag bekommen, sodass er sich besser orientieren kann in welcher Stufe er später unterrichten möchte.
Bei mir ist es ähnlich. Ich überlege auf Lehramt zu studieren, bin mir jedoch noch nicht ganz sicher. Deswegen nutze ich das FSJ als Überbrückungs- und Orientierungsjahr. Sammele viele neue Erfahrungen mit Menschen, Kindern und in der Schule und hoffe, dass mir so die Entscheidung etwas leichter fällt, ob ich einmal Lehrerin werden möchte. Natürlich hat uns der Spaß am Trainieren und am Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, die Entscheidung noch etwas erleichtert.
Arbeitszeit und Aufgaben
Die vorgegebene Arbeitszeit im FSJ beträgt 38,5 Stunden. In den meisten Fällen wird diese Zeit durch die Aufgaben, die wir erhalten ausgefüllt. Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass eine Woche ein bisschen mehr oder weniger Arbeitzeit in Anspruch nimmt.
In jeder Woche werden die Stunden durch Aufgaben gefüllt, die wir vom Verein oder vom Schulzentrum Habenhausen erhalten.
Dazu gehören festgelegte Termine, die sich wöchentlich wiederholen, aber auch Termine und Veranstaltungen, welche sich in jeder Woche ändern.
Zu unseren festgelegten Aufgaben, gehören zum Beispiel die Arbeit in der Geschäftstelle und die Hausaufgabenbetreuung in der Schule.
Zusätzlich fahren wir jede Woche als Schwimmbegleitung mit zum Schwimmunterricht und unterstützen Jörg Schröder und Torsten Uhlenberg beim Trainieren der Schulmannschaften.
Vergessen sollte man jedoch auch nicht, dass wir als Trainer von Vereinsmannschaften agieren, was ebenfalls zu unserer Arbeitszeit zählt.
Zu den Aufgaben, die sich wöchentlich verändern gehört zum Beispiel das Begleiten von Schulklassen ins Theater oder zu anderen Ausflügen.
Wir fahren als Betreuung mit auf Klassenfahrten und Kinder- und Jugendfreizeiten. Dazu kommt, dass wir Turniere, Minispielfeste, das Kinderferienprogramm und andere Aktivitäten organisieren und häufig auch betreuen, wie zum Beispiel einen DVD-Abend.
Außerdem helfen wir bei vielen Events wie dem „Tag der offenen Tür“ der Schule, das Laternenfest und die Sportwerbewoche. Ein tolles Projekt, welches wir ebenfalls weiter fortführen durften, ist das Projekt „Handball in Grundschulen“.
Somit gibt es jede Woche etwas Neues zu tun. Man wird immer wieder vor neue Aufgaben gestellt und unser Aufgabenbereich ist dadurch sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Inhalte der Aufgaben
Nun möchten wir euch kurz beschreiben, was wir bei den einzelnen Aufgaben in jeder Woche erledigen.
In der Geschäftstelle betreuen und bedienen wir die Kunden, lernen mit dem Vereinsprogramm umzugehen und erfüllen viele andere Aufträge, wie zum Beispiel das Erstellen von Eintrittskarten. Bei der Hausaufgabenbetreuung unterstützen und helfen wir Kindern von der fünften bis zur siebten Klasse bei ihren Hausaufgaben und haben auch immer ein offenes Ohr für andere Probleme. Da die fünften und sechsten Klassen auch jede Woche zum Schwimmen fahren, begleiten wir diese und ihre Sportlehrer als 2. Aufsichtsperson zum Schwimmen.
Dabei fahren wir mit ihnen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und beaufsichtigen die Kinder im Schwimmbad.
Bei der Handballförderung helfen wir den Trainern beim Trainieren der Mannschaften. In den Vereinsmannschaften sieht es häufig etwas anders aus, denn hier ist es unsere Aufgabe das Training selber zu entwickeln, zu gestalten und die Mannschaften ebenfalls bei Spielen oder Turnieren zu betreuen.
Kommen wir nun zu den Tätigkeiten, die jede Woche anders sind. Hierbei haben wir sehr verschiedene Bereiche in denen wir arbeiten müssen. Als Begleitung bei Ausflügen sind wir natürlich als Aufsichtspersonen eingeteilt, aber bei Klassenfahrten und Kinder- und Jugendfreizeiten geht es nicht nur ums Betreuen der Teilnehmer. Bei solchen Veranstaltungen müssen wir auch die Fahrten mit organisieren. Wir kümmern uns um Verpflegung, um ein tägliches Programm für die Kinder und Jugendlichen und um vieles mehr.
Ähnlich sieht es bei den Turnieren, Minispielfesten, Kinderferienprogrammen und den anderen Events aus. Wir betreuen zwar auch die Kinder während der Veranstaltungen, aber zunächst müssen diese geplant und vorbereitet werden. Das Projekt „Handball in Grundschulen“ sieht vor, dass wir den Grundschulkindern Sport, aber auch die Sportart Handball näher bringen wollen. Dafür arbeiten wir Trainingspläne aus, setzen uns mit den Lehrkräften in Verbindung, vereinbaren Termine und führen die Trainingsstunden mit den Klassen durch.
FSJ als Bildungsjahr
Während des FSJ haben wir aber nicht nur Aufgaben, die wir für den Verein und das Schulzentrum Habenhausen bewältigen.
Da es als Bildungsjahr anerkannt wird, gehören auch 25 Fortbildungstage mit dazu. Aus diesem Grund nehmen wir an drei Seminaren teil, die von der Bremer Sportjugend organisiert werden. Die ersten zwei Seminare sind ein Einführungsseminar und ein Zwischenseminar um die Vereinsmanager-C oder die Übungsleiter-C-Lizenz bzw. den Trainerschein zu erwerben.
Erfolgreich abgeschlossen ist eine dieser drei Lizenzen jedoch erst, wenn man zusätzlich noch einen Spezialblock absolviert hat. Das dritte Seminar ist ein Abschlusslehrgang.
Die verbliebenen fünf Seminartage können wir über das Jahr frei wählen und gestalten.
Zusätzlich gibt es noch monatliche FSJ´ler-Treffen, die es uns ermöglichen, dass wir uns mit anderen FSJ´lern aus Bremen und Bremerhaven austauschen können. Erfahrungen, Tipps und Termine werden besprochen, aber auch Fragen und Probleme werden behandelt.
Außerdem kann man in der Zeit des FSJ eine Jugendleiter-Card (Juleica) erwerben.
Natürlich stehen uns auch Urlaubstage im FSJ zur Verfügung. Nach Absprache mit dem Verein und der Schule können wir über die 26 Tage Urlaub frei verfügen und damit es dann ein paar schöne Urlaubstage werden, gibt es auch jeden Monat etwas „Taschengeld“ für unsere Arbeit.
Erfahrungen, Eindrücke und persönliche Kompetenzen
Die Möglichkeit neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, ist während des FSJ sehr groß. Ebenfalls ist es eine Chance seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Durch die Begegnungen mit vielen verschiedenen Menschen und das Arbeiten in einer Gemeinschaft und mit großen Gruppen lernt man sich anzupassen, aber auch auf die verschiedensten Menschen mit ihren Eigenschaften und Probleme einzugehen und seine eigene Meinung zu vertreten. Durch das Arbeiten in der Geschäftstelle bekommen wir Einblicke in die „Büroarbeit“, nehmen aber auch neues Wissen über den Computer, seine Programme und das Vereinsleben mit und sammeln Erfahrungen im Umgang mit mal mehr und mal weniger freundlichen Kunden (,aber einen schlechten Tag hat ja sicherlich jeder einmal).
Toll ist es, dass man in dieser großen Gemeinschaft, die im Verein und in der Schule besteht sofort sehr nett aufgenommen wird. So haben wir die Möglichkeit ein für uns neues Berufsfeld kennenzulernen, unsere Eignung für diese Berufe und Aufgaben zu prüfen. Außerdem können wir anderen Menschen, die erfahrener in diesen Aufgabenfeldern sind, bei ihrer Arbeit beobachten, ihnen helfen und so von ihnen lernen.
Auch die Kinder und Jugendlichen in der Schule und im Verein haben uns schnell akzeptiert und geben einem häufig viel Positives zurück, sodass man immer wieder gerne und motiviert zur Arbeit kommt.
Das Trainieren von Mannschaften und das Betreuen von Gruppen helfen einem in vielerlei Hinsicht. Man lernt vor großen Gruppen zu sprechen, hat somit irgendwann ein selbstbewussteres Auftreten und man muss lernen Verantwortung zu übernehmen.
Außerdem lernt man während des FSJ sich für andere Menschen einzusetzen und seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Sich selbst und andere von Aufgaben zu überzeugen und diese dafür zu motivieren sie zu erledigen, z.B. Kinder in der Schule.
Darüber hinaus hat man die Chance neue Sportarten kennen zu lernen und viele neue nette Menschen und Freunde zu finden.
Im Großen und Ganzen würden wir sagen, dass das FSJ eine sehr tolle Sache ist. Wobei man viel Neues erleben kann, Erfahrungen machen kann und sich somit weiter entwickelt. Nebenbei ist die Möglichkeit als junger Mensch in unserer Gesellschaft mitzuwirken, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen, ein positiver Nebeneffekt.
Fragen und Bewerbungen
Nun hoffen wir, dass wir euch mit unserem Text einen kleinen Einblick in unseren Aufgabenbereich geben konnten und dass wir euer Interesse fürs FSJ geweckt haben. Wer weiß, vielleicht bist du ja der/die nächste FSJ`lerIn im Sport in Habenhausen.
Falls es noch Fragen gibt, meldet euch doch einfach bei uns unter
fsj@atsvhabenhausen.de
und wenn ihr euch nun bewerben wollt, dann schickt doch eine Bewerbung an
geschaeftsstelle@atsvhabenhausen.de


