Habenhausen wehrt sich vergebens

Handball-Oberligist verliert 24:27

Bremen.Die Partie in der Handball-Oberliga der Frauen zwischen der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn und dem ATSV Habenhausen war an Dramatik kaum zu überbieten. Trotz dreimaliger Führung musste sich das abstiegsbedrohte Team von ATSV-Trainer Lars Röwer am Ende doch noch mit 24:27 (12:13) geschlagen geben – und beendet die Hinrunde auf einem Abstiegsplatz. „Dieses Spiel steht exemplarisch für die gesamte Hinrunde „, ärgerte sich Röwer, „immer, wenn wir in Führung liegen, kommt es in unserem Spiel zu einem unerklärlichen Bruch und am Ende stehen wir trotz guter Leistung mit leeren Händen da.“

Zunächst liefen die Gäste um Top-Torschützin Sabine Peek (acht Tore/fünf Siebenmeter) einem 1:3-Rückstand hinterher (6.), den sie binnen knapp zwei Minuten in eine eigene 4:3-Führung umwandeln konnten (8.). 

„Dann schlich sich zum ersten Mal dieser leidige und unerklärliche Schlendrian ein, der uns schon seit Saisonbeginn immer mal wieder in die Quere kommt“, skizzierte der Coach den anschließenden Leerlauf seiner Mannschaft. Aufgrund der fehlenden Konstanz stehe das Team im Tabellenkeller, „obwohl wir von der individuellen Qualität her eigentlich mit den meisten Mannschaften mithalten könnten“, so Röwer.

Bis zum Pausentee übernahmen die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Laura Lampe (7) die Führung, auch nach Wiederbeginn egalisierten die Gäste zunächst und gingen ihrerseits wieder in Führung (16:15/36.). „Eigentlich hatten wir die Gegnerinnen über die gesamten 60 Minuten voll im Griff“, erläuterte Röwer, „dieses Spiel hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen.“ Allerdings müsse das Team in der Rückrunde „nicht nur phasenweise, sondern über die ganze Zeit voll konzentriert sein“(Röwer), damit der Traum vom Klassenerhalt nicht bereits frühzeitig zu den Akten gelegt werden müsse.

In der letzten Viertelstunde grüßte dann das „Habenhauser Murmeltier“, eine eigene 16:15-Führung (37.) verspielte der ATSV binnen gerade einmal fünf Minuten, nach dem 19:16 durch WG-Spielerin Kim von Aschwege (42.) appellierte Röwer in seiner letzten Auszeit an die eigenen Stärken seiner Spielerinnen, die sich noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage stemmten und ein letztes Mal zum Ausgleich kamen (21:21/49.). Die Schlussphase gehörte aber wieder den Gastgeberinnen, die sich dank ihrer größeren Effizienz im Torabschluss letztlich auch verdient durchsetzten. „In der Pause werden wir den Glauben an unsere eigenen Stärken wiedererlangen“, zeigte sich Lars Röwer zuversichtlich, „und den Abstieg verhindern, davon bin ich fest überzeugt.“

ATSV Habenhausen: Bohlen; L. Burwinkel, Rave, Lange, True, Leder, Holtz (5), Beisch (1), Peek (8/5), Wefer (2), A. Burwinkel (1), Heidorn (7).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 10.12.2018