Mirco Wähmann bleibt cool

Verwandelter Siebenmeter bringt Habenhausen 26:25-Sieg

Auswärtssieg bei der SG Achim/Baden mit dem besseren Ende für sich. Eine Woche nach der unglücklichen 24:25-Heimniederlage gegen Bissendorf strapazierten die Blau-Weißen die Nerven ihrer Anhänger erneut bis zum Anschlag. Sie hatten fast schon einen Punkt verloren, als der Gastgeber 15 Sekunden vor Schluss zum 25:25 traf. Das Spiel ist bei den Südbremern aber erfahrungsgemäß erst dann entschieden, wenn der Abpfiff auch wirklich ertönt – im Positiven oder, wie vor einer Woche eben auch im Negativen.

Foto: Nils Conrad

Sieben Zeigerstriche vor Ultimo nahm der ATSV-Trainer Matthias Ruckh eine Auszeit, danach setzten die Gäste gegen die Niedersachsen mit dem letzten taktischen Kniff zum K.o.-Schwinger an. Der Habenhauser Schlussmann Olaf Absagen blieb auf der Bank, dafür schickte Habenhausen mit Marcel Fischer einen zusätzlichen Kreisläufer auf die Platte und verlagerte das komplette Personal auf die linke Angriffsseite.

Knapp drei Sekunden vor dem Abpfiff flog der Ball auf halbrechts zum Abräumen auf Janik Schluroff, der sich durchtankte und nur noch siebenmeterreif gebremst werden konnte. Diese Chance ließ sich Mirco Wähmann nicht entgehen und traf zum umjubelten 26:25-Endstand.

Später postierten sich die Habenhauser in ihrer Kabine für eine Jubelaufnahme vor dem Trikot ihres Rückraumspielers Lukas Feller, der kurzfristig am Blinddarm operiert werden musste und damit bis zum Jahresende ausfallen wird. „Ich bin stolz darauf, dass sich meine Mannschaft wieder aus dem Loch heraus gekämpft hat“, sagte Matthias Ruckh überglücklich. Für sein Team war der Auftritt in Achim das erwartet schwere Spiel. Nach dem Wiederanpfiff lief es beim Drittliga-Absteiger in der Deckung besser, dem im Angriff außerdem das Umstellen des agilen Yannick Schäfer ans Regiepult sichtbar gut tat.

Das Habenhauser Punktspiel in einer Woche zu Hause gegen Barnstorf/Diepholz fällt aufgrund einer Doppelbelegung in der Halle aus, damit ist das Pokal-Final-Four am 22. Dezember am Bunnsackerweg das letzte große Heim-Highlight der Südbremer in diesem Jahr.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Abshagen; Fischer (1), B. Wähmann (5/1), Meier, Schluroff (2), M. Wähmann (9/2), Rojahn, Schäfer (4), Marien (1), Rudolph, Müller (1), Steghofer (3/1).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 10.12.2018