Lehrstunde für Habenhausen

22:46-Klatsche beim SFN Vechta
Bremen.Rein gar nichts zu holen gab es für die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen im Auswärtsspiel bei Spitzenreiter SFN Vechta: Die deutliche 22:46 (11:22)-Niederlage zeigte dem Team um ATSV-Trainer Lars Röwer deutlich die Grenzen auf und lässt der Mannschaft nach der mittlerweile sechsten Niederlage in Folge nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. „Wir hatten uns vorgenommen“, resümierte Röwer enttäuscht, „vieles besser zu machen, als im letzten Spiel gegen Dinklage, aber wir hatten während der gesamten 60 Minuten im Grunde genommen überhaupt keine Chance.“

Von Beginn an dominierten die Gastgeberinnen um Top-Torschützin Jane Müller (neun Tore) Spiel und Gegnerinnen, bereits nach drei Minuten lagen die Gäste um ihre beste Werferin Christine Köster (9) mit 0:4 in Rückstand. Beim Spielstand von 3:9 aus Sicht des ATSV (9.) versuchte der Coach innerhalb einer Auszeit, Ordnung in die Defensive zu bringen, allein: Der Erfolg blieb aus, bis zur Pause erspielten sich die  klar überlegenen Gastgeberinnen einen immer deutlicheren Vorsprung und untermauerten ihre Spitzenposition in der Tabelle auf beeindruckende Weise.
Auch nach Wiederbeginn führte nahezu jeder Angriff des Liga-Primus zu einem weiteren SFN-Treffer, beim ATSV machten neben der Spielführerin mit Abstrichen noch Sharon Holtz (5) sowie Maike Leder (4) auf sich aufmerksam. In der Schlussphase kassierte Röwer schließlich beim Stand von 18:37 (51. Spielminute) gar noch eine Verwarnung wegen allzu heftigen Reklamierens, seine Mannschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt offensichtlich schon in ihr missliches Schicksal ergeben und konnte der drückenden Übermacht der Gastgeberinnen lediglich mit einzelnen Nadelstichen durch sein treffsicherstes Dreigestirns etwas entgegensetzen. Im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen II (Sonntag, 3. Februar, 17 Uhr) muss nun eigentlich ein Sieg her, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

ATSV Habenhausen: Bohlen; Beisch, True, Ohnesorge, Lange, Holtz (5), Köster (9/5), Peek (2), Stephan (1), Leder (4), Abbes (1).

Bericht aus dem Weser Kurier vom 28.01.2019, geschrieben von Christian Markwort.