Dämpfer für Habenhausen 2

Handball – Verbandsligist unterliegt dem TV Neerstedt mit 26:28

Bremen.Vielleicht war es ein Dämpfer zur rechten Zeit, den die Handballer des ATSV Habenhausen II im Heimspiel in der Verbandsliga Nordsee gegen den TV Neerstedt erhalten haben. „Wir haben jetzt knackige Wochen mit Spielen gegen Haren, Oldenburg und Schwanewede vor uns“, erklärte ATSV-Trainer Philipp Grieme nach der bitteren 26:28 (11:14)-Pleite gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn. „Ich denke, dieser Rückschlag zeigt bestimmt Wirkung“, fuhr Grieme fort, „aber wir müssen die Köpfe jetzt so schnell wie möglich wieder hoch bekommen.“
Die Gastgeber um ihren besten Werfer Bjarne Ruthke (sechs Tore) starteten schwach in das Spiel, die aggressive 3-2-1-Deckung der Gäste zog ihnen frühzeitig den Zahn. „Wir hatten uns viel vorgenommen“, erläuterte Grieme, „und wollten Neerstedt unbedingt auf Abstand halten.“ Doch die Taktik ging nicht auf, in der Abwehr agierte der ATSV ohne Härte und Biss, eine frühe Auszeit beim Stand von 3:0 (fünfte Minute) sollte die Spieler beruhigen. Auch personelle Umstellungen brachten keinen Erfolg, zudem fehlte dem ATSV auch das Wurfglück, als gleich zwei Siebenmeter in Folge nicht verwandelt wurden.

Foto: Olaf Kowalzik

Grieme stellte die Abwehr auf eine 5-1-Deckung um, „im Nachhinein betrachtet vielleicht noch etwas zu spät“, zeigte sich der Coach selbstkritisch. Ganze 20 Minuten brauchte sein Team, um sich an die bissigen Gäste zu gewöhnen und dann trotzdem nur ansatzweise die Qualität auf die „Platte“ zu bringen, die im Team vorhanden ist.
Nach Wiederbeginn wollten die Habenhauser die ersten 20 Minuten schnell abhaken und sich im zweiten Durchgang besser präsentieren. Neun Minuten vor Ende erzielen sie den Ausgleich, sind dann aber „nicht clever genug, um  dran zu bleiben“, so Grieme.
Fehler in Abwehr und Angriff nahmen wieder zu und die Neerstedter Gäste zogen auf 26:23 weg (55.). Für eine erneute Aufholjagd fehlte den Gastgebern dann allerdings die Kraft, „und wir verlieren verdient“, konstatierte Grieme enttäuscht. „Die nun anstehenden Spiele werden  in jedem Fall nicht einfacher“, erläuterte der Coach, „aber ich bin optimistisch, dass uns so eine verschlafene erste Halbzeit wie gegen Neerstedt nicht noch noch einmal passiert“.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen; Schäfer, Marz, von der Heyde, Schilling, Hamann, Cagliani, Walz (1), Klün (2), Krüger (3), Petersen (3), Wilhelm (4), Ruthke (6), Meier (7)

Geschrieben von Olaf Kowalzik und veröffentlicht am 21.02.2019 im Weser Kurier.